...gibt Christopher Moore ein neues Gesicht. In seinem neuem Buch bedient er sich wieder der Mittel der absurden Komödie. Ein wahrlich Shakespearehaftes Schauspiel lässt er uns erlesen, erfahren und erfühlen.
Die Hauptfigur aus England kommend, um dem Papst im Rom und den Kaufmännern in Venedig die Botschaft seiner geliebten Adligen zu überbringen, stolpert uns entgegen. Jedoch, er hat nicht mit deren Verschlagenheit gerechnet und so wird ihm sein grobes Mundwerk zum Verhängnis, als seine Geliebte auch noch gemeuchelt wird.
In der Falle sitzend muss der Narr seinen Weg der Gerechtigkeit finden und bekommt dabei Hilfe von Wesen aus den Wassern vor und um Venedig und einem kopflosen, aber sehr gehässigem Chor, der sich nicht zeigt und doch immer da ist.
Selbst dem Leser erschliesst sich nicht, wer hinter dem Chor steckt und doch fragt er sich ist es Fantasterei oder Wirklichkeit, obschon er ahnt- es ist beides.
In süffisanter Sprache spricht sich der Schriftsteller aus, und beschreibt ein Venedig alter Zeit, das doch erstaunlich viele Ähnlichkeiten mit der heutigen Grausamkeit der Wirklichkeiten aufweist. Versteckte Kritik leuchtet auf und doch amüsiert man sich über die bitterbösen Kommentare des Schlems, der sich flink wie ein Wiesel durch die Intrigen der Schönen, Reichen und Prostituierten begibt und dabei so manch anderes Volk an sich vorbei ziehen lässt.
In ruhiger Erzählweise entfaltet sich diese Geschichte, dieses Märchen für Grosse und hat doch dabei viel Elan und Schwung aufzuweisen.
Damit bleibt sich Christopher Moore weiterhin treu und auf gleichem Niveau seiner bereits bekannten Schaffenskunst.
Seine Geschichten liegen zwischen Wahrheit und Erfundenem und nicht selten fragt man sich, ob das Erfundene nicht die Wahrheit sein könnte. Es währe hin und wieder ganz schön, wenn dem so währe, aber bis das geklärt ist, hat der Leser seinen wahren Spass an der Lektüre und wird dieses Buch so schnell nicht aus dem Regal aussortieren.
Neben der "Bibel nach Biff" ist bestimmt noch Platz für dieses Buch.
Also, nichts wie auf in ein verruchtes Venedig, ein bekanntes England und den Meeren darum, davor und dahinter.
Euer TomLove
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