Freitag, 10. März 2017

Laotse- Tao te King.. eine kleine Buchlese

Um ihn ranken sich Legenden und Sagen, Erzählungen und allerhand unglaubliche Geschichten. Sein Abbild ist bekannt und sein Werk vom Name her auch. Laotse, der grosse Weise, der Meister. 
Doch wer hat sein Werk von uns, fernab von China gelesen, da wo er am meisten verehrt wird.
Doch es gibt Abhilfe, also es gibt Bücher ,welche an den Menschen zu bringen und ihn vertraut mit seinem Werke zu machen sind; doch wir scheuen oft die dicken Wälzer, fürchten es könnte trocken sein, zu philosophisch oder gar unverständlich. 
Nun also dieses Buch. Ein dünnes Buch mit einer Auswahl seiner Werke, Dichtungen zum Leben, dem Sinn und zum Sein. Erzählungen und Gleichnissen zum Geschehen.
Übersichtlich gegliedert können wir von Seite zu Seite wandern und innehalten.
Und wundern uns über die Sprache. Fragen uns ob die Übersetzung so richtig sein kann. Wundern uns der Worte die uns entgegenkommen. 
Obschon leicht geschrieben, ist es nicht immer leicht zu verstehen. So manche Zeile muss man mehrfach lesen und andere versteht man doch sofort, bis man merkt, der Schluss des Gedichts verwirrt. 
Gott sei dank gibt es bei dieser kleinen Zusammenstellung einen Anhang, in dem wird erklärt, woher die Übersetzungen kommen, was sie jeweils bedeuten, oder bedeuten könnten. Es zeigt sich auch dabei, das wir uns gelegentlich zurecht wundern, denn einiges scheint nicht vom Meister selbst zu kommen. So gibt es Anteile, die wohl eher der chinesischen Tradition zuzuschreiben sind, oder dem Kanon der Zeit, in dem die Werke verfasst wurden. Dann wiederum gibt es Teile, wo vermutet wird, dass die Übersetzungen völlig falsch sind oder sehr ungenau. Jedoch ist die Original- Quell- Lage nicht immer ausreichend, um hier korrigierend einwirken zu können. Einige Textpassagen werden gar als völlig absurd, wenn man so möchte auch vergewaltigt angesehen, ja - umschrieben und so kommt es einem beim Lesen auch immer wieder tatsächlich vor.
Was uns nun zum kleinem Resümee bringt. Wer sich mit dem Werk noch nie oder kaum auseinandergesetzt hat; wer sich einfach mal einen kleinen Eindruck verschaffen will, ist mit dieser kleinen Sammlung gut bedient, auch weil sie einen (meist) hilfreichen Anhang besitzt. An dieser Sammlung kann man sehen, wie sehr es ein Mythos ist, wie sehr wir von den oberflächlichen Geschichten geprägt sind, aber auch wie sehr die Dinge auch immer im Zeitkontext zu lesen sind und nicht einfach auf das Heute übertragen werden können. Wie wenig wir, wie auch bei der Bibel und dem Koran, oder bei alten Bhuddistsichen Texten, die Worte Eins zu Eins nehmen können und wieviel über die Jahre vom Original verloren ging, lässt sich auch mit dieser kleinen Sammlung auch erahnen. 

Eine kleine Annmerkung noch zum Schluss-  im Grunde kann der interessierte Leser viele solcher kleinen Bücher über "Laotse - Tao te king" finden. Der Rat sei hier daher gegeben, sich für den Anfang eines zu besorgen mit Erklärungen/ Anhang. Daher gebe ich hier auch keine detailierte Angaben zum Buch/ zur Ausgabe selbst, zudem die Bücher allesamt in eher kleinen Stückzahlen verkauft werden.

Euer TomLove

Mittwoch, 8. März 2017

Auf einen Kaffee.... Sex und Du.....

Alle Menschen von uns tragen männliche und weibliche Faktoren in sich. Jeder besitzt die Fähigkeit weich zu sein, hart zu sein, femenin und maskulin zu sein. Aber wie wir es austragen, nutzen, das ist zu grossen Teilen geprägt. Geprägt durch unser Zuhause, unserer Familie und nicht zuletzt der Umwelt, von unseren Freunden, die wir uns suchen und anderen Menschen, wie Kollegen und den Begegnungen, die wir mit Menschen, zum Beispiel im Sportverein, haben. 
Diese Prägung definiert uns in der Regel auch in unserem Geschlecht. Nicht nur gibt es unser biologisches, sondern auch anerzogenes Geschlecht, samt unserer Sexualität, die wir mehr oder weniger frei ausleben, ganz, wie wir es gelernt haben. Damit einhergehend hat ein jeder von uns seine Grenzen und Vorstellungen, von dem was geht und was nicht, was Mann oder Frau sich traut oder zugesteht. Diese Einflüsse sind es auch, die uns mehr oder minder frei uns Selbst- Sein lassen.
Das bedeutet auch, wie sehr wir uns Sinnlichkeit zugestehen und Leidenschaften ausleben. 
Der grösste Teil von uns ist daher in der Regel in einem schwarz- weiss Bild gefangen oder lässt sich dort halten, obschon er dies nicht zwangsweise müsste. Denn wir alle sind frei zu entscheiden und uns selbst zu hinterfragen.
Wer oder was wir sind. Wie wir leben und lieben wollen. Wen wir lieben und an uns ran lassen wollen. 
Denkt man über dieses Thema etwas länger nach, liest sich dazu die Zeitschriften und Zeitungen durch zu diesem Thema; schaut sich an, was im TV dazu läuft, so stellt man schnell fest, das es im Grossen und Ganzen eine Entkopplung von Sinnlichkeit, Sexus (dem Geschlecht) und Sexualität gibt. Oftmals ist es nur ein Entweder - Oder und schon gar nicht darf es auch noch spirituel sein. Alles ist Kopf und Geist, obschon wir immer wieder von der Seele reden, von geniessen und sich gehen lassen. Der Kopf hat immer die Kontrolle und damit die Moralvorstellungen, denen wir unsere Prägung verdanken. 
Doch gibt es diese Entkopplung von uns zu uns selbst noch gar nicht so lange... In der Menschengeschichte findet sich dies vor allem erst durch das Aufkommen der grossen Religionen, wie Judentum, Christentum, Islam und dadurch wurde Sexualität und auch Geschlechtlichkeit zu etwas schlechtem, verwerflichem. Dabei ist unser Sexualtrieb eigentlich etwas ganz natürliches; es ist Lebensenergie... Etwas das Leben schaffen kann, aufwerten kann und unsere Geschlechtlichkeit als Mann- und/ oder Frau- Sein positiv gegenüberstehen soll(te).
Doch wir definieren uns über Stereotypen als Mann oder Frau, über Bilder von Macht und vermeintlicher Schwäche. Wir werden fortlaufend davon geprägt, wie wir zu sein haben und das schon von Klein auf. Damit verlieren wir unseren ganz eigenen, natürlichen Zugang zum Körper, zum Ich- Sein und sinnlich sein. Deswegen ist uns der Andere so fremd, obschon wir sowohl als Mann und als Frau uns näher sind, als wir es mental beigebracht bekommen. 
-Wann ist ein Mann einen Mann- sang schon Herbert Grönemeyer und -Weil ich ein Mädchen bin- gab es als Antwort später. Doch eigentlich besteht die Identifikationskrise immer noch. 
Was Wunder wenn dann viele erst einmal nicht ganz verstehen können, wenn es Menschen gibt, die sich im falschen Köper fühlen, merken, sie haben das "falsche (biologische) Geschlecht". 
Wir wissen oft nur vermeintlich wer wir sind, weil wir es so lernten und nie fühlten. Besonders Männer sind vom Bild nach aussen geprägt, aber auch immer mehr junge Frauen.  
Durch die Begegnung mit transsexuellen Menschen werden die Unsicherheiten unfreiwillig offen an den Tag gelegt, weil man sich eben nicht mehr darauf zurücklehnen kann, was man darstellt, sondern in sich selbst hinein horchen muss. 
Schwulen und Lesben mag diese Offenlegung nicht ganz so sehr umwerfen, da sie sich schon in der Regel länger mit der Tatsache auseinandersetzen mussten, was sie zum Mann oder zur Frau macht, und damit zu einem vollwertigem Menschen. Denn es wird uns ja gelehrt, was ein vollwertiger Mensch sei und meistens werden wir dabei belogen und betrogen. 
Dennoch, auch homosexuelle Menschen fragen sich, ist dieses Andere Ich kompatibel mit meinem? Kann ich, will ich mich darauf einlassen? Kann ich mir vorstellen und auch ehrlich dabei sein, dass dieses Gegenüber das Geschlecht hat, dass die Person dir nennt, auch wenn es von Geburt an anders war. Kann ich annehmen ohne Zweifel?
Wenn es heisst, das Liebe kein Geschlecht hat, was mache ich dann als schwuler Mann, der sich in einen Transmann (von Frau zu Mann) verliebt? Verliebe ich mich dann in einen Mann? 
Aber ja! 
Doch so logisch scheint es nicht allen zu sein, denn wir sind geprägt von unserem Leben, von den gelebten Kontakten und von den Fragen, die wir nie uns selber stellten. 
Selbst transsexuelle Menschen kämpfen mit dieser Prägung, arbeiten sich daran ab. Das Bild vom Mann- Sein oder Frau- Sein ist von Idealen beeinflusst und wird versucht mit der körperlichen Realität abzugleichen und zugleich versuchen sie ihren Körper an ihr Bild, an ihr Geschlecht anzupassen, um damit authentisch, glücklicher, zufriedener und freier zu werden. 
Wer meint das klingt jetzt alles am Ende doch gar nicht so schwer, der sollte sich fragen, kann ich selbst das Bild von meinem Sex ändern? Kann ich mich auf alles was da kommen mag einlassen? Oder brauche ich als Mann eine Frau mit Vagina und Busen, dem sexy Hüftschwung und zierlichem Aussehen? Wie sehr verhafte ich selbst am Stereotyp? 
Und ist es am Ende nicht ein Geschenk, was uns Menschen mit uneindeutiger Geschlechtsidentität, mit beiden Geschlechtsmerkmalen oder Transsexuelle, geben? 
Sie lassen uns fragen, was wir sind, wer wir sind und ob es nicht endlich an der Zeit ist, von diesen sterilen Bildern los zu lassen? Wirklich der Liebe die Arme zu öffnen und Sexualität wieder als Teil von uns zu erleben und den Geist im Einklang mit dem Körper und dem Herzen zu bringen. Eben wirklich wieder Mensch- Sein zu leben. Den anderen Menschen zu sehen. 
Wenn wir dahin kommen, spielt es auch keine Rolle mehr, ob ein Mann eine Vulva hat oder eine Frau einen kleinen Busen, samt Penis. Dann geben wir uns allen mehr Sicherheit, mehr Freiheit und Vertrauen und vor allem die Möglichkeit auf's Glücklich- Sein.  

Euer TomLove