Mittwoch, 16. November 2016

Familie und andere Schwierigkeiten

Nein, noch ist nicht Weihnachten, aber es wird schon auf Facebook und den Geschäften, Warenhäusern und Märkten mächtig darauf hingearbeitet, das es ja eine schöne, heimelige, kuschelige und Geschenke reiche Weihnacht wird und wir am Ende pleite. 
Also schadet es nicht, sich zur Entspannung im Kaffee, während der Rest der Bande sich noch weiter dem Stress des -Was kaufe ich bloss?- hingibt, ein gutes Buch zur Hand zu nehmen; zu genau diesem Thema. 
Witzig soll es sein, kurzweilig und aus dem Leben gegriffen; natürlich mit allem drum und dran, was zu Weihnachten gehört. Also Familienzusammenführung unterm Weihnachtsbaum und das auch noch im wunderbarem Berlin. 
Nur dieses Jahr hat es irgendwie in sich. So richtig kann sich keiner auf die heile Welt einlassen und dass, obwohl sie es alle bestens können sollten. 
Der Teufel steckt wie immer im Detail und jeder darf seine Sicht der Dinge zum Besten geben, von der Mutter bis zum Lover, vom Vater bis zur heimlichen Freundin, ist bei Jo Malinkes "Alle unter einer Tanne"  einfach jeder und alles dabei und man selbst als Leser mitten drinnen.
Das schöne an diesem Buch ist wahrlich, man kann es am Stück lesen oder eben Kapitel für Kapitel. 
Ich jedenfalls habe es Stück für Stück auf meinen Wegen in der Bahn gelesen und herzlich, ach herzhaft gelacht und mich köstlich amüsiert, bis zum Ende des Buches hin.  Der Spannungsbogen wird wahrlich aufrecht gehalten, gerade weil die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Am Ende gilt selbst für den Leser, im Glashaus sitzen wir alle und Weihnachten sollte man doch besser locker nehmen. Aber vorsicht, wer Weihnachten langweilig findet, bekommt hier die Warnung, das manche Wünsche anders in Erfüllung gehen, als gedacht. 








Euer TomLove

Freitag, 11. November 2016

Für eine Handvoll Mäuse!

Eine kleine Herbstlektüre gefällig?
Gar aus der Reihe, Krimis die besser werden mit der Zeit?
Rita Mae Brown und ihre Krimireihe mit der Katze Sneaky Pie Brown war anfänglich einfache, lustige und lockere Unterhaltung und es schien nach dem zehnten Band, das es keine weitere Fortsetzung geben würde. Ehrlich gesagt hatte man als Leser eigentlich auch genug.
Doch dann begann sie wieder zu schreiben und fing an in ihren neuen Fortsetzungen sich immer einem neuem Thema zu widmen und dies angenehm unaufällig. 

Gerade bei den ersten Bänden.
So hat sie Themen der Religion, der Wirtschaftskrise auf dem Land, Generationskonflikte und die Trugbilder der frühen Jahre in ihre Geschichten verarbeitet.
Mit anderen Worten, sie schreibt über den Alltag in Kleinstädten und ihre Verbindung zur grossen Welt.
So kommt so etwas wie Geschichte und kritische Selbstreflexion der heutigen Zeit in ihre Jagd nach dem Mörder.
Denn um einen Mord geht es auch diesmal, vor dem Hintergrund von einem der wichtigsten Feiertage in den USA. Wieder kann die Hauptfigur Harry sich nicht zurück halten und sucht nach den Beweggründen und dem Täter der Tat. Sie hilft damit nicht ganz unerwünscht der Polizei, aber bringt sich wie so oft selbst in die Gefahrzone. Mitten drinn ihre Katzen unter Anderem Mrs Murphy und der treuherzige Corgi, die auf ihre Weise versuchen zu helfen und Kommentare zu den Menschen um sich abgeben. Und so ganz nebenbei erfährt der Leser etwas über sehr ursprüngliche Dinge bezogen auf Landbesitz und wie damit heute politisch umgegangen wird.
Wie immer leicht im Ton geschrieben, dabei lebhaft und bildlich schön verpackt, bleibt dennoch die Lösung des Rätsels auch diesmal bis zum Ende offen.
Wer also wieder einmal einfach schmökern möchte, sich leicht amüsiert unterhalten lassen will und dabei etwas lernen mag, ist bei diesem Buch richtig.

Euer TomLove

Donnerstag, 10. November 2016

Das Geschenk der Katstrophe

Ist der Aufschrei der erst einmal folgt, bevor sich die Gemüter legen und alle wieder ruhiger ein- und ausatmen.
Das eigentliche Gute an so einer Situation aber ist, die plötzliche (meist kurzzeitige) Klarheit der Verhältnisse und Sicht auf die Dinge vor einem.
Donald Trump und seine Partei haben gezeigt, wie weit man gehen kann und damit der Fiktion ein reeles Vorbild gibt.
Wie so oft schreibt das Leben die verrückteren Geschichten.
Donald Trump und sein Wahlkampf haben aber auch gezeigt, wo wir wirklich stehen, wo Hass ist, Dummheit herrscht und wieviel eine Schlammschlacht selbst den besten Absichten schaden kann. Wie sehr ein Gegner fast mundtot gemacht werden kann, auch nach dem Sieg des Teufels.
Zweifel sähen, funktioniert besser, als es uns in Märchen erzählt wird.
Wir sehen aber auch, wie sehr die Politik versäumt hat sich endlich von alten Pfaden zu trennen und statt dessen verhärmter als jeh um ihre Diamanten kämpft. Das Besitzdenken ist so stark verankert, dass die offensichtliche Alternative ignoriert wird, im Angesichts einer wirtschaftlichen, politischen und zwischenmenschlichen Entwicklung, welche nun einmal nicht nur immer weiter, höher und schneller gehen kann, ohne einen Preis einzufordern.
Wir erleben den vorläufigen Sieg von Machtbesessenheit, Gier und Unmenschlichkeit. Dies auch noch so klar und deutlich, und doch sehen es millionen von Menschen nicht. Gleichzeitig spühren wir, wie falsch es ist, aber wir hängen nun da drinnen.
Nun ist es aber auch ein Geschenk für die Landesleute selbst- in den USA und für die Weltgemeinschaft, endlich vom Gedanken der Weltmacht sich zu verabschieden. Europa muss sich endlich auf sich selbst besinnen, Russland wird hoffen, dass sie wieder erstarken, doch die Zeichen stehen dafür nicht gut. Schon seit ein paar Jahren gibt es keine einzige Weltmacht mehr. Alle Mächte, Länder sind im Wandel, am Drehen und keiner kann sich zurzeit hervorheben. Das ist im Grunde ganz gut so, denn so müssen wir uns alle wieder auf unsere Kernpunkte besinnen und uns fragen, was wollen wir, wie wollen wir und wo wollen wir hin?
So schallend diese Ohrfeige ist, sie ist eine Chance und ein Aufruf an uns alle.

Euer TomLove

Mittwoch, 9. November 2016

Wenn die Wirklichkeit der Fiktion davon läuft

...dann bekommt das Wort Grösse eine neue Bedeutung. Grösse kann etwas ganz tolles sein, aber gross sein können auch furchtbare, dunkle Dinge. Die Hoffnung mag sich noch so sehr an die Dinge klammern, das Andere kann sie dennoch schwer erdrücken. Und ein Schock kann Hoffnung fast zunichte machen, denn man erstarrt, erschreckt, man wundert sich und ist sprachlos. 
Doch ganz so sprachlos ist man gar nicht. Der Kopf ist schnell am rotieren, nach Gründen suchen, nach dem - es begreifen wollen-. Aber er vergisst, dass das Gefühl mit im Spiel ist. 
Gefühle lassen sich mit Worte selten beherrschen, oft kaum beschreiben und noch weniger voraussagen. 
Wir erleben gerade, was passiert, wenn man vergisst, wie Mensch sein ist. 
Wir haben uns auf Vorraussagen verlassen, doch Logik war nie des Menschens natürliche Sache. 
Wir haben zu lange darauf vertraut, auf das- es wird schon, doch vergessen das es immer einen geben muss der tut.
Nun werden wir Analysen lesen, das wiso, warum, weshalb erlesen können und doch wird es scheinbar unbegreiflich bleiben, denn wir werden den Fehler machen wollen, alles mit dem Kopf zu verstehen. Obschon wir ahnen, dass die schallende Ohrfeige mit mehr als Gedanken zu ergründen ist. 
Der Schreck ist Schmerz auf der Seele. Wir spühren, ja fühlen den Abgrund, die Angst, das Dunkel.
Doch wie konnte es nur dazu kommen?
Ach das müssen wir uns gar nicht mehr fragen, denn die Fratze ist nur die Eisspitze und wir wissen sehr wohl die vielen Gründe. 
(Ab davon wer lächelnd neben der Fratze steht ist viel gefährlicher.)
Tun wir nun endlich etwas? Aber was? 
Ein Bekannter schrieb' heute, es reicht nicht nur zu liken, wir müssen wieder in die reale Welt und doch ist auch die Welt des Netzes so real wie die der Träume, wie die der Hoffnung und die der Bücher... Aber recht hat er, das etwas getan werden muss. Nur, was? Rufen, schreien, schreiben, malen, singen, tanzen...? Die alten Wege begehen? Aber das hat doch eben nicht mehr funktioniert! Doch neue Wege fallen uns nicht ein. 
Deswegen sitzt der Schock unter Anderem auch so tief. Wir sind intelligent oder auch nicht, aber Lösungen sehen wir alle nicht. Veränderung tut Not, doch wie gelangen wir dahin? 
Sicher, wir müssen und können weiterhin Menschen bilden, zum selbständigen Denken lenken, aber unsere Erwartungen sollten wir ändern. Denn zuhören kann ich kaum erzwingen, nur hoffen, dass etwas von dem Gesagten aufgenommen wird. 
Bis dahin wird die Masse, vor allem die Schlafende weiter in's Dunkle treiben, bis sie plötzlich erschrecken tut, ob der Dunkelheit und nach dem Licht sucht und sich an uns erinnern wird, an uns- die Ihnen schon vorher den Weg in das Licht weisen können. 
Es währe einfach sie mit abfälligen Bewertungen zu bennen, diesen vielen Menschen negativ zu begegnen, weil sie schienbar ohne zu denken oder weswegen sie es auch immer tun, dem Abgrund entgegen laufen, oder weil sie sich fürchten, denn Angst ist eine Macht, mit denen sie sich gut fangen lassen und noch die eine oder andere Zutat. 
Ganz wie in allen den Geschichten von Gut und Böse, doch im Gegensatz zu diesen, gibt es keine rettenden Supermänner, keine Aliens in einer blauen Box, keinen Harry Potter oder andere grossen und tollen Helden in unserer Wirklichkeit. Wir werden den Weg des -Menschen sein- bestreiten müssen. 
Schritt für Schritt. 
Wir werden jetzt mit dem Bewusstsein weiter gehen, das eine neue Zeit angebrochen ist und weil es so grosse Fortschritte im Positivem gab, wehrt sich jetzt das Negative lautstark. 
Klingt Dir jetzt alles zu allgemein und irgendwie nicht fassbar?  
Genau das ist es ja, kaum fassbar aber doch Hoffnungsvoll klingt es, denn es bedeutet, wir können durch diese stürmische Zeit gehen und haben Mittel uns zu behaupten; uns denen die Sonne am Herzen liegt, denen Liebe und Respekt ein ehrlicher Begriff ist und Frieden ein erstrebenswerter Wert. 
Gerade weil wir von der Angst umfangen werden, ist es wichtig sich an die Hoffnung, an die Liebe, an das Licht, an das Schöne zu erinnern und erst recht darauf zu setzten, dafür zu kämpfen und uns noch mehr für mögliche Wege zu öffnen. 
Die widerholte und diesmal noch kräftigere, schallende Ohrfeige ist ein Weckruf, sich zu schütteln, an Glaubensmuster zu rütteln und endlich die Wege der Zukunft zu entdecken. In jeder Hinsicht, denn nicht nur in der Politik hakt es. 

Euer TomLove