Freitag, 10. März 2017

Laotse- Tao te King.. eine kleine Buchlese

Um ihn ranken sich Legenden und Sagen, Erzählungen und allerhand unglaubliche Geschichten. Sein Abbild ist bekannt und sein Werk vom Name her auch. Laotse, der grosse Weise, der Meister. 
Doch wer hat sein Werk von uns, fernab von China gelesen, da wo er am meisten verehrt wird.
Doch es gibt Abhilfe, also es gibt Bücher ,welche an den Menschen zu bringen und ihn vertraut mit seinem Werke zu machen sind; doch wir scheuen oft die dicken Wälzer, fürchten es könnte trocken sein, zu philosophisch oder gar unverständlich. 
Nun also dieses Buch. Ein dünnes Buch mit einer Auswahl seiner Werke, Dichtungen zum Leben, dem Sinn und zum Sein. Erzählungen und Gleichnissen zum Geschehen.
Übersichtlich gegliedert können wir von Seite zu Seite wandern und innehalten.
Und wundern uns über die Sprache. Fragen uns ob die Übersetzung so richtig sein kann. Wundern uns der Worte die uns entgegenkommen. 
Obschon leicht geschrieben, ist es nicht immer leicht zu verstehen. So manche Zeile muss man mehrfach lesen und andere versteht man doch sofort, bis man merkt, der Schluss des Gedichts verwirrt. 
Gott sei dank gibt es bei dieser kleinen Zusammenstellung einen Anhang, in dem wird erklärt, woher die Übersetzungen kommen, was sie jeweils bedeuten, oder bedeuten könnten. Es zeigt sich auch dabei, das wir uns gelegentlich zurecht wundern, denn einiges scheint nicht vom Meister selbst zu kommen. So gibt es Anteile, die wohl eher der chinesischen Tradition zuzuschreiben sind, oder dem Kanon der Zeit, in dem die Werke verfasst wurden. Dann wiederum gibt es Teile, wo vermutet wird, dass die Übersetzungen völlig falsch sind oder sehr ungenau. Jedoch ist die Original- Quell- Lage nicht immer ausreichend, um hier korrigierend einwirken zu können. Einige Textpassagen werden gar als völlig absurd, wenn man so möchte auch vergewaltigt angesehen, ja - umschrieben und so kommt es einem beim Lesen auch immer wieder tatsächlich vor.
Was uns nun zum kleinem Resümee bringt. Wer sich mit dem Werk noch nie oder kaum auseinandergesetzt hat; wer sich einfach mal einen kleinen Eindruck verschaffen will, ist mit dieser kleinen Sammlung gut bedient, auch weil sie einen (meist) hilfreichen Anhang besitzt. An dieser Sammlung kann man sehen, wie sehr es ein Mythos ist, wie sehr wir von den oberflächlichen Geschichten geprägt sind, aber auch wie sehr die Dinge auch immer im Zeitkontext zu lesen sind und nicht einfach auf das Heute übertragen werden können. Wie wenig wir, wie auch bei der Bibel und dem Koran, oder bei alten Bhuddistsichen Texten, die Worte Eins zu Eins nehmen können und wieviel über die Jahre vom Original verloren ging, lässt sich auch mit dieser kleinen Sammlung auch erahnen. 

Eine kleine Annmerkung noch zum Schluss-  im Grunde kann der interessierte Leser viele solcher kleinen Bücher über "Laotse - Tao te king" finden. Der Rat sei hier daher gegeben, sich für den Anfang eines zu besorgen mit Erklärungen/ Anhang. Daher gebe ich hier auch keine detailierte Angaben zum Buch/ zur Ausgabe selbst, zudem die Bücher allesamt in eher kleinen Stückzahlen verkauft werden.

Euer TomLove

Mittwoch, 8. März 2017

Auf einen Kaffee.... Sex und Du.....

Alle Menschen von uns tragen männliche und weibliche Faktoren in sich. Jeder besitzt die Fähigkeit weich zu sein, hart zu sein, femenin und maskulin zu sein. Aber wie wir es austragen, nutzen, das ist zu grossen Teilen geprägt. Geprägt durch unser Zuhause, unserer Familie und nicht zuletzt der Umwelt, von unseren Freunden, die wir uns suchen und anderen Menschen, wie Kollegen und den Begegnungen, die wir mit Menschen, zum Beispiel im Sportverein, haben. 
Diese Prägung definiert uns in der Regel auch in unserem Geschlecht. Nicht nur gibt es unser biologisches, sondern auch anerzogenes Geschlecht, samt unserer Sexualität, die wir mehr oder weniger frei ausleben, ganz, wie wir es gelernt haben. Damit einhergehend hat ein jeder von uns seine Grenzen und Vorstellungen, von dem was geht und was nicht, was Mann oder Frau sich traut oder zugesteht. Diese Einflüsse sind es auch, die uns mehr oder minder frei uns Selbst- Sein lassen.
Das bedeutet auch, wie sehr wir uns Sinnlichkeit zugestehen und Leidenschaften ausleben. 
Der grösste Teil von uns ist daher in der Regel in einem schwarz- weiss Bild gefangen oder lässt sich dort halten, obschon er dies nicht zwangsweise müsste. Denn wir alle sind frei zu entscheiden und uns selbst zu hinterfragen.
Wer oder was wir sind. Wie wir leben und lieben wollen. Wen wir lieben und an uns ran lassen wollen. 
Denkt man über dieses Thema etwas länger nach, liest sich dazu die Zeitschriften und Zeitungen durch zu diesem Thema; schaut sich an, was im TV dazu läuft, so stellt man schnell fest, das es im Grossen und Ganzen eine Entkopplung von Sinnlichkeit, Sexus (dem Geschlecht) und Sexualität gibt. Oftmals ist es nur ein Entweder - Oder und schon gar nicht darf es auch noch spirituel sein. Alles ist Kopf und Geist, obschon wir immer wieder von der Seele reden, von geniessen und sich gehen lassen. Der Kopf hat immer die Kontrolle und damit die Moralvorstellungen, denen wir unsere Prägung verdanken. 
Doch gibt es diese Entkopplung von uns zu uns selbst noch gar nicht so lange... In der Menschengeschichte findet sich dies vor allem erst durch das Aufkommen der grossen Religionen, wie Judentum, Christentum, Islam und dadurch wurde Sexualität und auch Geschlechtlichkeit zu etwas schlechtem, verwerflichem. Dabei ist unser Sexualtrieb eigentlich etwas ganz natürliches; es ist Lebensenergie... Etwas das Leben schaffen kann, aufwerten kann und unsere Geschlechtlichkeit als Mann- und/ oder Frau- Sein positiv gegenüberstehen soll(te).
Doch wir definieren uns über Stereotypen als Mann oder Frau, über Bilder von Macht und vermeintlicher Schwäche. Wir werden fortlaufend davon geprägt, wie wir zu sein haben und das schon von Klein auf. Damit verlieren wir unseren ganz eigenen, natürlichen Zugang zum Körper, zum Ich- Sein und sinnlich sein. Deswegen ist uns der Andere so fremd, obschon wir sowohl als Mann und als Frau uns näher sind, als wir es mental beigebracht bekommen. 
-Wann ist ein Mann einen Mann- sang schon Herbert Grönemeyer und -Weil ich ein Mädchen bin- gab es als Antwort später. Doch eigentlich besteht die Identifikationskrise immer noch. 
Was Wunder wenn dann viele erst einmal nicht ganz verstehen können, wenn es Menschen gibt, die sich im falschen Köper fühlen, merken, sie haben das "falsche (biologische) Geschlecht". 
Wir wissen oft nur vermeintlich wer wir sind, weil wir es so lernten und nie fühlten. Besonders Männer sind vom Bild nach aussen geprägt, aber auch immer mehr junge Frauen.  
Durch die Begegnung mit transsexuellen Menschen werden die Unsicherheiten unfreiwillig offen an den Tag gelegt, weil man sich eben nicht mehr darauf zurücklehnen kann, was man darstellt, sondern in sich selbst hinein horchen muss. 
Schwulen und Lesben mag diese Offenlegung nicht ganz so sehr umwerfen, da sie sich schon in der Regel länger mit der Tatsache auseinandersetzen mussten, was sie zum Mann oder zur Frau macht, und damit zu einem vollwertigem Menschen. Denn es wird uns ja gelehrt, was ein vollwertiger Mensch sei und meistens werden wir dabei belogen und betrogen. 
Dennoch, auch homosexuelle Menschen fragen sich, ist dieses Andere Ich kompatibel mit meinem? Kann ich, will ich mich darauf einlassen? Kann ich mir vorstellen und auch ehrlich dabei sein, dass dieses Gegenüber das Geschlecht hat, dass die Person dir nennt, auch wenn es von Geburt an anders war. Kann ich annehmen ohne Zweifel?
Wenn es heisst, das Liebe kein Geschlecht hat, was mache ich dann als schwuler Mann, der sich in einen Transmann (von Frau zu Mann) verliebt? Verliebe ich mich dann in einen Mann? 
Aber ja! 
Doch so logisch scheint es nicht allen zu sein, denn wir sind geprägt von unserem Leben, von den gelebten Kontakten und von den Fragen, die wir nie uns selber stellten. 
Selbst transsexuelle Menschen kämpfen mit dieser Prägung, arbeiten sich daran ab. Das Bild vom Mann- Sein oder Frau- Sein ist von Idealen beeinflusst und wird versucht mit der körperlichen Realität abzugleichen und zugleich versuchen sie ihren Körper an ihr Bild, an ihr Geschlecht anzupassen, um damit authentisch, glücklicher, zufriedener und freier zu werden. 
Wer meint das klingt jetzt alles am Ende doch gar nicht so schwer, der sollte sich fragen, kann ich selbst das Bild von meinem Sex ändern? Kann ich mich auf alles was da kommen mag einlassen? Oder brauche ich als Mann eine Frau mit Vagina und Busen, dem sexy Hüftschwung und zierlichem Aussehen? Wie sehr verhafte ich selbst am Stereotyp? 
Und ist es am Ende nicht ein Geschenk, was uns Menschen mit uneindeutiger Geschlechtsidentität, mit beiden Geschlechtsmerkmalen oder Transsexuelle, geben? 
Sie lassen uns fragen, was wir sind, wer wir sind und ob es nicht endlich an der Zeit ist, von diesen sterilen Bildern los zu lassen? Wirklich der Liebe die Arme zu öffnen und Sexualität wieder als Teil von uns zu erleben und den Geist im Einklang mit dem Körper und dem Herzen zu bringen. Eben wirklich wieder Mensch- Sein zu leben. Den anderen Menschen zu sehen. 
Wenn wir dahin kommen, spielt es auch keine Rolle mehr, ob ein Mann eine Vulva hat oder eine Frau einen kleinen Busen, samt Penis. Dann geben wir uns allen mehr Sicherheit, mehr Freiheit und Vertrauen und vor allem die Möglichkeit auf's Glücklich- Sein.  

Euer TomLove





Dienstag, 10. Januar 2017

Rebel Rebel

Und schon ist es ein Jahr her, das er, der Mann, der aus dem Nichts kam uns entgültig verlassen hat. Obwohl entgültig eigentlich nur in seiner körperlichen Form. 
Was machte ihn so aussergewöhnlich, das uns sein Gehen immer noch so sehr bewegt?

Er war die Hoffnung, das es mehr gibt im Leben, als die vorgegebenen Schablonen. Das es Abenteuer zu erleben gibt, die wir uns nur suchen müssen, wenn wir wollen und dann einfach erleben können.
Er war das Versprechen,  das ein Jeder aus den Vorstellungen Anderer ausbrechen kann- jederzeit, denn er brach selbst mehrfach aus. 
Seine Fähigkeit sich neu zu erfinden und dabei immer er selbst zu sein und dies zu vermitteln war und ist bedeutend für viele von uns. Seine absolute Hingabe an alles was er tat und vor allem auch mit aller Konsequenz die Bilder in unseren Köpfen über ihn wieder einzureissen, wenn er es für nötig hielt.
Auch wies er uns seit Jahren den Weg, wie es ist, den Menschen einfach als solchen zu nehmen. Er verurteilte niemanden, nur weil er sein Leben lang immer das Gleiche tun möchte, oder an selber Stelle leben will. Ihn interessierte nicht, wessen Geschlecht man angehörte, welcher Hautfarbe man war oder gar welche sexuelle Ausprägung man hatte. Mensch war Mensch. Er mochte mit dem Äusseren spielen, aber setzte auf innere Werte. Glaubhaft und immer wieder und wohl auch nötig, will man Genzen überschreiten, Ketten sprengen. 

Sicher ist dies alles ein Grund dafür, das er so Grenzübergreifend seine Wirkung entfaltete und dies immer noch tut; ab davon das seine Musik einem einen neuen Kosmos erkennen und dabei auch die Musik anderer Künstler entdecken lässt. 
Übrigens auch etwas was an ihm so angenehm war. Er hat sich nicht nur immer an den Hot Spots seiner Zeit aufgehalten und sie für sich entdeckt, sondern auch immer eine Offenheit gegenüber anderen Künstlern gezeigt. 
Davon kann man sich auch heute noch eine Scheibe abschneiden. 

Nicht zuletzt hat er wunderbare Songtexte hervorgebracht und war schon vor Jahren einer der Vorreiter der Rebellion of Love.  
Etwas dessen wir uns heute unbedingt erinnern sollten und Glücklicherweise haben viele Künstler dies bereits erkannt, auch prominente- interessanterweise vor allem die weiblichen Stars, neben all den vielen Menschen die unter uns leben. 

Und so ist es erst sein erster Todestag an dem wir ihm gedenken, und doch schon sein erster- denn es ist, als wenn er gestern erst noch sein letztes Album heraus brachte, sein Interview gab, uns bewegte, obschon es zuletzt ruhiger um ihn geworden war; so war es doch nie ohne Achtung und Respekt seinem Werk, ja Lebenswerk gegenüber. 

Dies fortleben zu lassen, nicht nur indem wir seine Musik spielen, sondern das Leben leben, Menschen annehmen wie sie sind, die Liebe hervorheben und wahrhaft leben und den Feministen, der sich nie als solchen bezeichnete, in uns selbst finden, um eine echte Gleichberechtigung aller zu ereichen, zu leben; das ist die wahre Ehre, die wir ihm zuteilen lassen können.


















Euer TomLove

Sonntag, 8. Januar 2017

Der Aufstieg des puren Kapitalisten ist vollbracht

Nun ist es bald soweit und in einem Land, weit, weit weg von unserem, das einmal ein Traumziel war - ohne Grenzen- kommt ein Mann an die Spitze, der sich als aussergewöhnlich speziell erweist. 
Viel wurde nun schon über ihn geschrieben. Gelobt von den Einen, verschrien von den Anderen. 
Er polarisiert ganz ohne Frage und vereint in den Beschreibungen um ihn Begriffe wie Genial, Intelligent, Dumm und dümmer, als auch Retter, wie egozentrischer Narzis. 
Ein wandelndes Paradoxon ist er und wird es wohl noch lange bleiben. Ein Mensch, wo Wahrheit und Lüge keinen Wert haben, wenn man mit dem Gegner diskutiert. 
Er scharrt Leute um sich herum, die scheinbar entweder so dumm sind wie er, oder genauso gerissen und menschenverachtend. 
Es lässt sich kaum leugnen, das er die grössten Kapitalisten seines Landes um sich gesammelt hat und diese den Ausverkauf des Landes im Sinne haben, egal zu welchem Preis, Hauptsache sie profitieren davon. Interessanterweise agierten und agieren sie allesamt mit unlauteren Methoden, möglichst sich selbst dabei die Finger nicht schmutzig machend. Sie alle profitierten vom Leid, von den Krisen anderer, die sie auch noch mit zu verantworten haben. Aber genau das ist ihr Lebenselexier, wie es scheint. Ganz im Sinne, wie der neue Mann an der Spitze bisher agierte und somit halten alle seine Kandidaten logischerweise alle Anderen für zu dumm oder unbrauchbar.  Denn warum sollte man sich vermeintlich klugen Rat verweigern, wenn nicht eben darum, weil man es selbst besser ohne deren Regeln schaffte. 
Die Überzeugung, das Richtige, Bessere zu tun, ja tun zu können, dürfte also tief sitzten und auch die Skrupellosigkeit von etwaiger Konsequenz für andere. Denn dies sollte allen klar sein. Seine kleine Runde, wird alles dafür tun, um Geld zu scheffeln und wenn das Land am Ende zu Grunde geht, so wissen sie sich bereits jetzt sicher; denn derlei Personen haben immer auch im Blicke, einen Rückzugsort, ja eine Burg, gar Festung zu haben, wo sie sich sicher zurückfallen lassen können, wenn die Sinnflut kommt. 
Nun kommt es dem neuem Herren an der  Macht durchaus recht, dass diese Herrschaften den Hass pflegen. Machtgier war ja von eh her schon immer mit derlei verbunden und Opfer kann man sich bestens in dieser Welt, früher- wie heute, aussuchen. 
Gerade ist es die sogenannte Homolobby. Bestes Ablenkungsmanöver, um hinter verschlossenen Türen die eigentliche Agenda vorantreiben zu können. 
Willige Helfer gibt es genug. 
Ob die nun demnächst regierende Meute tatsächlich Homohosser sind, spielt gar keine Rolle, wohl am wenigstens für diese selbst. Es geht um Macht, Geld und damit schmutzige Geschäfte. 
Der Erfolg solcher machtgieriger Menschen war immer schon davon abhängig, wieweit sie die Masse mit -sich selber hassen- beschäftigen konnte. Dafür wird Propaganda bewusst seit Jahrhunderten eingesetzt. 
So sollte man sich also hüten, die eigentlichen Machthaber als dumm oder naiv zu sehen. Clever sind sie und mit Sicherheit nicht auf den Kopf gefallen und sie wissen sehr genau, wie Gesellschaften funktionieren.  Bleibt die Frage, ob der Mann mit dem Paradox nun selbst zu den eigentlichen Strippenzieher gehört, oder eine geldgierige Marionette ist. 
Das wird sich leider erst noch zeigen müssen, dennoch sollten wir uns hüten, ihn zu unterschätzen und vor allem seinen Kreis der Helfer nicht. 
Ein Blick in die Geschichte sollte diese Lektion mehrfach zeigen, das Machthaber oft nicht soviel machen mussten und einfach gewähren liesen. Sie mussten selten wirklich sehr klug sein. Viele (extreme) Dinge erledigten willige und fleissige Hände.

Nun also ist dieser künftige Machthaber ein Kapitalist der reinsten Sorte und einer, dem es offenbar völlig egal ist, welchen Preis andere zahlen müssen. Und um noch eines drauf zu setzten, weil ja Religion auch hier eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Er ist der Antichrist par exzellenz. Seine Jünger sind nicht weniger des Teufels und werden doch, ganz wie er als die heiligen Retter von einem nicht unerheblichen Teil der Menschen angesehen. 
Doch Blindheit war und ist ein Phänomen in diesen Dingen. 

Was sagt uns das alles nun für dieses kommende Jahr? 
Das es der Anfang eines neuen Zeitabschnittes ist. 
Noch wird es sicher halbwegs ruhig bleiben, doch wir werden wohl schon bald, in den nächsten 3- 4 Jahren spätestens, den tragischen Höhepunkt erleben. Mit Veränderungen auf der Weltebene darf gerechnet werden. Im Guten, wie im Schlechten. Darum sollten wir gewappnet sein und auch Kampfbereit und vor allem wissen, wo wir stehen und wo wir hin wollen.


Euer TomLove

Mittwoch, 16. November 2016

Familie und andere Schwierigkeiten

Nein, noch ist nicht Weihnachten, aber es wird schon auf Facebook und den Geschäften, Warenhäusern und Märkten mächtig darauf hingearbeitet, das es ja eine schöne, heimelige, kuschelige und Geschenke reiche Weihnacht wird und wir am Ende pleite. 
Also schadet es nicht, sich zur Entspannung im Kaffee, während der Rest der Bande sich noch weiter dem Stress des -Was kaufe ich bloss?- hingibt, ein gutes Buch zur Hand zu nehmen; zu genau diesem Thema. 
Witzig soll es sein, kurzweilig und aus dem Leben gegriffen; natürlich mit allem drum und dran, was zu Weihnachten gehört. Also Familienzusammenführung unterm Weihnachtsbaum und das auch noch im wunderbarem Berlin. 
Nur dieses Jahr hat es irgendwie in sich. So richtig kann sich keiner auf die heile Welt einlassen und dass, obwohl sie es alle bestens können sollten. 
Der Teufel steckt wie immer im Detail und jeder darf seine Sicht der Dinge zum Besten geben, von der Mutter bis zum Lover, vom Vater bis zur heimlichen Freundin, ist bei Jo Malinkes "Alle unter einer Tanne"  einfach jeder und alles dabei und man selbst als Leser mitten drinnen.
Das schöne an diesem Buch ist wahrlich, man kann es am Stück lesen oder eben Kapitel für Kapitel. 
Ich jedenfalls habe es Stück für Stück auf meinen Wegen in der Bahn gelesen und herzlich, ach herzhaft gelacht und mich köstlich amüsiert, bis zum Ende des Buches hin.  Der Spannungsbogen wird wahrlich aufrecht gehalten, gerade weil die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Am Ende gilt selbst für den Leser, im Glashaus sitzen wir alle und Weihnachten sollte man doch besser locker nehmen. Aber vorsicht, wer Weihnachten langweilig findet, bekommt hier die Warnung, das manche Wünsche anders in Erfüllung gehen, als gedacht. 








Euer TomLove

Freitag, 11. November 2016

Für eine Handvoll Mäuse!

Eine kleine Herbstlektüre gefällig?
Gar aus der Reihe, Krimis die besser werden mit der Zeit?
Rita Mae Brown und ihre Krimireihe mit der Katze Sneaky Pie Brown war anfänglich einfache, lustige und lockere Unterhaltung und es schien nach dem zehnten Band, das es keine weitere Fortsetzung geben würde. Ehrlich gesagt hatte man als Leser eigentlich auch genug.
Doch dann begann sie wieder zu schreiben und fing an in ihren neuen Fortsetzungen sich immer einem neuem Thema zu widmen und dies angenehm unaufällig. 

Gerade bei den ersten Bänden.
So hat sie Themen der Religion, der Wirtschaftskrise auf dem Land, Generationskonflikte und die Trugbilder der frühen Jahre in ihre Geschichten verarbeitet.
Mit anderen Worten, sie schreibt über den Alltag in Kleinstädten und ihre Verbindung zur grossen Welt.
So kommt so etwas wie Geschichte und kritische Selbstreflexion der heutigen Zeit in ihre Jagd nach dem Mörder.
Denn um einen Mord geht es auch diesmal, vor dem Hintergrund von einem der wichtigsten Feiertage in den USA. Wieder kann die Hauptfigur Harry sich nicht zurück halten und sucht nach den Beweggründen und dem Täter der Tat. Sie hilft damit nicht ganz unerwünscht der Polizei, aber bringt sich wie so oft selbst in die Gefahrzone. Mitten drinn ihre Katzen unter Anderem Mrs Murphy und der treuherzige Corgi, die auf ihre Weise versuchen zu helfen und Kommentare zu den Menschen um sich abgeben. Und so ganz nebenbei erfährt der Leser etwas über sehr ursprüngliche Dinge bezogen auf Landbesitz und wie damit heute politisch umgegangen wird.
Wie immer leicht im Ton geschrieben, dabei lebhaft und bildlich schön verpackt, bleibt dennoch die Lösung des Rätsels auch diesmal bis zum Ende offen.
Wer also wieder einmal einfach schmökern möchte, sich leicht amüsiert unterhalten lassen will und dabei etwas lernen mag, ist bei diesem Buch richtig.

Euer TomLove

Donnerstag, 10. November 2016

Das Geschenk der Katstrophe

Ist der Aufschrei der erst einmal folgt, bevor sich die Gemüter legen und alle wieder ruhiger ein- und ausatmen.
Das eigentliche Gute an so einer Situation aber ist, die plötzliche (meist kurzzeitige) Klarheit der Verhältnisse und Sicht auf die Dinge vor einem.
Donald Trump und seine Partei haben gezeigt, wie weit man gehen kann und damit der Fiktion ein reeles Vorbild gibt.
Wie so oft schreibt das Leben die verrückteren Geschichten.
Donald Trump und sein Wahlkampf haben aber auch gezeigt, wo wir wirklich stehen, wo Hass ist, Dummheit herrscht und wieviel eine Schlammschlacht selbst den besten Absichten schaden kann. Wie sehr ein Gegner fast mundtot gemacht werden kann, auch nach dem Sieg des Teufels.
Zweifel sähen, funktioniert besser, als es uns in Märchen erzählt wird.
Wir sehen aber auch, wie sehr die Politik versäumt hat sich endlich von alten Pfaden zu trennen und statt dessen verhärmter als jeh um ihre Diamanten kämpft. Das Besitzdenken ist so stark verankert, dass die offensichtliche Alternative ignoriert wird, im Angesichts einer wirtschaftlichen, politischen und zwischenmenschlichen Entwicklung, welche nun einmal nicht nur immer weiter, höher und schneller gehen kann, ohne einen Preis einzufordern.
Wir erleben den vorläufigen Sieg von Machtbesessenheit, Gier und Unmenschlichkeit. Dies auch noch so klar und deutlich, und doch sehen es millionen von Menschen nicht. Gleichzeitig spühren wir, wie falsch es ist, aber wir hängen nun da drinnen.
Nun ist es aber auch ein Geschenk für die Landesleute selbst- in den USA und für die Weltgemeinschaft, endlich vom Gedanken der Weltmacht sich zu verabschieden. Europa muss sich endlich auf sich selbst besinnen, Russland wird hoffen, dass sie wieder erstarken, doch die Zeichen stehen dafür nicht gut. Schon seit ein paar Jahren gibt es keine einzige Weltmacht mehr. Alle Mächte, Länder sind im Wandel, am Drehen und keiner kann sich zurzeit hervorheben. Das ist im Grunde ganz gut so, denn so müssen wir uns alle wieder auf unsere Kernpunkte besinnen und uns fragen, was wollen wir, wie wollen wir und wo wollen wir hin?
So schallend diese Ohrfeige ist, sie ist eine Chance und ein Aufruf an uns alle.

Euer TomLove