Freitag, 10. Juli 2015

The devil lies in the detail - eine Buchkritik

Geschrieben von Peter Littger, ist dieses Buch gerade in den Bücherregalen als Taschenbuch zu finden und da ich Lust auf ein nicht all zu dickes Buch hatte und auf leichte Lektüre, griff ich danach und siehe da, es lohnt sich tatsächlich. Kein Roman oder Krimi, sondern ein Buch über das Deutsch und Englisch. Also über Englisch im Deutschen, auch Dinglish genannt mittlerweile. Gemeint ist aber auch, die Fehler die Deutsche Bürger im Englisch haben, mal mehr oder weniger bewusst. Denn den Mix aus Deutsch und Englisch als Spasserlebnis gibt es schon seit den 70zigern und damit ist er alles andere als ein neues Phänomen. 
Das Buch beschreibt also anhand von Situationen, eingeteilt in passende Kapitel, witzige und knifflige Begegnungen damit und vor allem mit uns und unserem Umgang. Lehrreich ist es ausserdem, da es typische Fehler in der Übersetzung aufnimmt, als auch aufzeigt, wie zahlreich manch ein Wort sich einsetzten lässt. Nicht zuletzt Präpositionen sind in unserem Kopf oftmals ein Chaos, sondern auch noch vielfältig in ihrer Bedeutung, aber ohne sie sind Sätze oft nichts. Herr Littger versucht Regeln hinter dem Sprachgebrauch darzustellen, aber zuweilen sind schlicht keine zu erkennen. Warum auch soll es nur im Deutschen so viele Ausnahmen von der Regel geben, die wir selbst einem Ausländer nicht erklären können. Manch eine Regel die dargeboten wird wiederum ist sehr hilfreich, wie wenn es um das Wort -on- geht. Also- auf- und wann man es benutzt. So ist bei allem wo man davor steht, mit fährt oder fliegt immer -on- zu nehmen und niemals in, auch wenn es für uns klingt, als wenn wir zum Beispiel auf dem Dach des Flugzeuges mitfliegen, statt im. Auch befinden wir uns niemals vorne im Flugzeug, also -in front of the train, sondern -at the front of the train, es sei denn wir stehen vor dem Zug, was ungünstig ist, wenn wir mit dem Zug fahren. 
Wunderbarerweise greift Littger auch Themen auf, an die wir bei unseren Reisen nicht denken, wie Krankheitsfälle und wie wir einen Toast aussprechen. Oft sagt unsereins dann -on the country, queen etc, statt -to the country and queen, denn ehrlich gesagt, möchte auch ich mich nicht auf die Queen stürzen oder gar setzten. 
Weitere Beispiele beleuchten auch den Unterschied zwischen amerikanischem und britischem Englisch. 
Das kann zuweilen recht verwirrend sein und Littger hilft uns mit seinen Anekdoten aus der Patsche.

So kann man hier sagen- Lesen bildet!- auch wenn uns Einiges wohl bekannt sein dürfte. Dennoch lohnt sich solch eine Lektüre immer wieder, da wir einfach schnell die richtigen Anwendungen vergessen. Trotz seiner nur 300 Seiten enthält dieses Buch eine Fülle von Material, die erstaunt und doch immer wieder kompakt zusammengestellt ist, so dass man schnell nachschlagen kann und dieses Buch am Besten immer bei sich haben sollte, wenn man im Urlaub auf englisch sprechendes Volk stösst. 
Gerade jetzt zur Urlaubszeit ist es durchaus die Investition wert und somit meine Empfehlung des Tages. 

Euer Tom Love

Donnerstag, 9. Juli 2015

Die Mär vom körperschonendem Arbeiten

Oder warum das Pflegepersonal am Ende selbst ein Pflegefall ist.
Wir als Pflegepersonal und auch ihr als allgemeiner Bürger bekommen immer wieder zu hören und zu lesen, das man physiologisch, also körperschonend arbeiten kann. 
Kann man wirklich und vor allem, wie behauptet wird, so dass man Spätschäden vermeiden kann und das auch noch 100%? 
Die Antwort ist ganz einfach: Nein! 
Selbst wenn ich mich an alle Regeln der Kunst halte, ist es praktisch unmöglich, denn es wird die Arbeitsrealität völlig ausser acht gelassen. 
Pflegekräfte, ob Fach- oder Hilfskräfte sind auffällig anfällig für Rückenleiden und seit einigen Jahren häuft sich die Zahl der betroffenen Kollegen und sie sind immer jünger bei der ersten Diagnose. 
Dies ist leider kein Zufall, wird aber völlig von den Versicherungen, Vereinen und Arbeitgeber ignoriert. Vor allem das Warum und Wiso.
Auch ist es schon seit Jahren so, dass Rückenleiden erst nach sehr langer Zeit als Berufskrankheit anerkannt werden. 
Den aktuellen Stand konnte ich gerade nicht herausfinden, aber es wird die 15 Jahre sicher nicht unterschritten haben. 
Mindestens 15 Jahre leiden, bis es anerkannt wird, ist keine Kleinigkeit.

Daher möchte ich gerne die Gelegenheit nutzten und erläutern, warum es schlicht nicht machbar ist, Rückenschonend zu arbeiten und hier endlich eine Veränderung im Bewusstsein und der Öffentlichkeit bedarf.
Als Erstes gehen wir dem Vorwurf nach, das Personal sei selber schuld, es würde sich nicht an die Empfehlungen halten. 
Ja, das stimmt in gewisser Weise, jedoch heute weit weniger als früher. Noch gibt es einige, vor allem jüngere Kollegen, die nicht immer darauf achten so zu arbeiten, das sie gesund bleiben, weil sie es nicht so für wichtig erachten oder einige Ältere, die noch immer nicht wahrhaben wollen, das ihre Probleme gefördert werden, wenn sie so unbedacht ihren Köper Dinge zumuten. Doch muss man einfach sagen, vielen fehlt schlicht die Zeit, das Bett hochzufahren, um gerade zu stehen, anstatt sich zu beugen, oder es fehlt ihnen der Kollege, der ihnen hilft, die schwere Dame zu drehen oder einfach zu halten, während sie die Intimpflege durchführen, oder den Verband wechseln. 
Gelegentlich sind Hilfsmittel aber auch nicht vorhanden oder -out of order- und wenn sie Menschen daheim pflegen, sind Pflegekräfte in der Regel alleine und schonendes Arbeiten eine Frage von Glück und Geld, sowie harten Nerven.
Oft ist das Personal so sehr gestresst, das sie verspannt sind und sich damit schaden, da ihre Muskulatur keine Entspannung findet und selten eine Pause bekommt, sich wirklich mal zur Ruhe zu setzen. Teils liegt es an der Organisationsstruktur, oft aber schlicht daran, das es zu wenig Personal gibt.  Heute versorgt eine Pflegekraft im Schnitt 10- 15 Personen, statt wie ursprünglich 4- 6. In der Hauskrankenpflege ist es weit schlimmer. Dort sind sie nicht nur mit bis zu 30-40 Patienten, sondern 10- 11 Stunden Tagesschicht geschlagen. Pause nicht vorgesehen, ausser theoretisch. Beim Raus und Rein in das Auto  staucht sich nicht nur die Wirbelsäule, sondern der Stress steigt, da der Verkehr dazu kommt. 
Im Krankenhaus und Heim ist aber auch von Entspannung selten bis gar nichts zu bemerken, erst recht nicht, wenn mit Leiharbeitskräften gearbeitet werden muss, deren Qualifizierung oft schlecht ist. 
Verspannte Muskeln, stauchen die Wirbel zusammen, schränken die Beweglichkeit ein und sorgen so für mehr Verspannung, da der Körper die Kräfte die auf ihn einwirken nicht mehr genauso kompensieren kann. 
Aber alleine der Alltag in der Pflege sorgt schon für eine immense Rückenbelastung. Stellen sie sich folgendes vor: Sie fahren den Kunden im Rollstuhl zum Bett und müssen ihn hineinlegen. Die Meisten brauchen Hilfe beim Transfer, dem Herauskommen aus dem Rollstuhl und auf das Bett gelangen. Viele davon haben kaum Kraft in den Beinen, oder sie haben Schlagseite, wegen eines Schlaganfalles, sprich sie sind halbseitig gelähmt. Oft kommt dazu, dass in den Armen nicht die volle Kraft vorhanden ist, um sich sicher und fest an der Hüfte des Pflegepersonals fest zu halten. Also kaum stehen und halten können und wer muss es ausgleichen? Die Pflegekraft und wer das mal probiert hat weiss, Menschen die ihre Beine nicht voll ausstrecken und belasten können, sind sehr schwer zu bewegen. Nun können gerade ältere Menschen sehr schlecht an unserer Hüfte halt finden, aber Arme heben und sie um unseren Hals legen. So stehen sie und sind drehbar, denn 45 Grad müssen wir uns ja verändern, da das Bett schliesslich seitlich von ihnen steht. Noch schöner wird es, wenn sie keine 30 Kilo Frau vor sich haben, sondern einen 120 Kilo Patienten, der sein rechtes Bein nur steif halten kann und bedingt Ausdauer hat. Zu zweit schon eine Herausforderung, ist es alleine ein Akt und wenn sie keinen Lifter haben sind sie darauf angewiesen, Glück im Spiel zu haben. Mit anderen Worten, auf ihrem gesamten Rücken liegt das Gewicht der anderen Person und vollends, wenn diese nicht mithelfen kann, ob körperlich oder mental unfähig spielt dabei keine Rolle. 
Gerne würden wir nur mit Lifter arbeiten, aber die sind nicht immer greifbar und Nutzbar. Nun gut, jetzt haben sie es geschafft, mit uff und ordentlicher Puste und er/ sie ist auf dem Bett und soweit liesse sich physiologisches Arbeiten noch halbwegs machen, aber die Belastung ist immens. Jetzt aber kommt das nächste Problem. Die Person soll ja liegen. Schuhe ausziehen? Geht meist nicht, da der grösste Teil sich nicht sicher in der Sitzhaltung halten kann und Sturzvermeidung geht vor. Verletzungen des Bedürftigen gilt es zu vermeiden! Sind sie zu zweit kann einer halten und der Andere das Bett hochfahren und dann können sie beim Hinlegen helfen, denn viele schaffen das nicht alleine, schon gar nicht richtig. Aber sie sind zu neunzig Prozent alleine, also legen sie den Menschen hin und scheissen auf ihren Rücken, der schimpft, aber was soll's. Es muss sein. Und jetzt sind wir oftmals noch nicht fertig, denn richtig liegen soll die Person ja auch noch. Kann sie mithelfen, sind sie glücklich, kann sie nicht, müssen sie alles selber managen und wieder geht ihr Rücken in die Schieflage. 
Ahnen sie, was da passiert? Fast Täglich! 
Nun führen sie sich vor Augen, das viele von uns nicht den idealen Rücken haben. Bei den Einen ist er zu gerade, bei den Anderen zu sehr gebogen. Die ideale S-Form ist gar nicht so häufig vorhanden; die aber braucht der Mensch, denn sie ist wie eine Feder. 
Wie die Feder beim Auto. Sitzt sie richtig, gleiten wir über Stock und Stein. Sitzt sie schief, tun wir das nur eine Weile, bis es dann holpriger wird und schliesslich geht sie kaputt. 
Die S- Form unserer Wirbelsäule federt Gewicht/ Kräfte ab. Ist sie zu steif, wird daraus die Skoliose, sie biegt sich, denn sie braucht Platz zur Kraftverteilung und ist sie zu krumm, wird sie krummer und versteift sich, da sie überlastet wird und keinen Weg hat auszuweichen. De Facto, die Muskeln verspannen sich, die Nerven werden eingeklemmt, die Bandscheiben herausgequetscht und die Pflegekraft ist sprichwörtlich selbst kaputt. 
Und schnell, schnell geht nicht, denn wir haben es mit etwas Lebendigem zu tun. 
Leider wird dies in der Ausbildung gar nicht erklärt und gelehrt- die Konsequenz die sich aus der Form der Wirbelsäule ergibt. Wüsste das Personal besser darüber bescheid und verstünde es dies auch, es hätte von Anfang an mehr auf sich geachtet und vor allem Sport getrieben. 
Das sollte einer der Lösungswege in Zukunft sein, die einige Pflegekräfte schon seit geraumer Zeit einfordern, wovon aber Arbeitgeber nur gelegentlich von reden, aber nie etwas dazu machen oder fördern. Rückentraining sollte Teil der Ausbildung sein und Teil des Arbeitsinhaltes. Es reicht kaum aus, alle paar Jahre eine halbstündliche Rückenschulung zu machen. Wie ich richtig hebe und lagere, weiss fast jede Schwester aus dem ff, aber sie hört nie etwas davon, was sie tun kann, um stabil im Rücken zu bleiben, gerade weil sie eben nicht immer so arbeiten kann, wie sie es gerne möchte oder weil es schlicht nicht machbar ist. 
Leider finden sich immer jüngere Kollegen unter den Kranken, was nicht alleine der Stress verursacht, sondern auch deren eigene Einstellung und oftmals ungesunde Lebensweise, denn viele der älteren Kollegen hatten weniger Hilfsmittel und kamen doch besser durch ihre Berufslaufbahn. Auch fehlt es zuweilen am Ehrgeiz der jungen Lehrlinge und ausgebildeten Fachkräfte kräftig mit zu helfen, denn die  Personalknappheit werden wir noch lange haben und nur ein Team was gemeinsam anpackt, hat eine Chance sich gesund zu halten. Teamgeist und Zusammenhalt muss wieder in das Bewusstsein und vor allem Sport. Auch müssen Arbeitgeber endlich verstehen, das sie nicht nur Sporträume oder Massagen versprechen können, wenn sie ihr Personal behalten wollen und eine halbwegs gute Versorgung der Betroffenen gewährleisten möchten. Denn  zurzeit geht es zu Lasten von Personal und Betroffenen.
Massagen und Physiotherapie sollten gefördert werden von Krankenkassen und Arbeitgebern, denn bei dem Gehalt, können viele Krankenpfleger und -schwestern sich schlicht dies nicht leisten. Dabei brauchen sie diese regelmässig, um etwas Entspannung in Körper und Geist zu bringen. Jedoch erleben wir das Gegenteil. Gefördert wird immer weniger von den Kassen und Arbeitgeber verschwinden mit dem Thema in's Nirgendwo.
Es ist eine traurige Realität, das sich eine Krankenschwester, die in ihren End- 50ziger und 60zigern noch als solche arbeitet, eine Rarität nennen darf und ihr könnt davon ausgehen, das sie einen hohen Preis dafür zahlt, den sie nicht annähernd bezahlt bekommt. 
Auch deswegen solltet ihr jede Schwester, jeden Pfleger unterstützen, der sich entschliesst, für seine Rechte auf die Strasse zu gehen, für eine bessere Versorgung zu sorgen, denn auch ihr werdet einmal unter Umständen von ihnen abhängig sein. 

Euer TOM LOVE

Montag, 6. Juli 2015

Europa- Was ist das?

Europa, die Staatenvielfalt, eine Idee der gemeinsamen Stärke und Kultur, der gemeinsamen Geschichte und Unterstützung, wie Förderung. Wo ist sie geblieben? Was ist aus ihr geworden? Diese Idee, diese Vision, sie ist irgendwo und doch nicht mehr greifbar, oder irre ich mich?
Eine sehr alte Idee, die bereits hunderte Jahre vorher schon entstand und im 19zehnten Jahrhundert endlich Gestalt annahm und angepackt wurde. Seit dem hat sich viel getan, Gutes, wie weniger Wünschenswertes. 
Gemeinschaft sollte das Schlagwort sein und natürlich eine wirtschaftliche Stärke und vor allem als Gegenpool zu den USA. 
Der Euro sollte die Wirtschaftszone besiegeln und festigen, doch es kam ganz anders. 
Heute streitet man sich ob rein oder raus, wie in Griechenland und vergisst doch, den Anfang und was danach kam. 
Die Wirtschaft hat sich die Idee zunutze gemacht und nur zu ihrem eigenem Vorteil und dabei alles andere ausser Acht gelassen. Die Politiker, statt den Menschen und der Vision treu zu bleiben, haben sich an die Lobbyisten verkauft und ignoriert, was sie hätten nicht ignorieren sollen. 
Griechenland und die Ukraine sind Paradebeispiele, was passiert, wenn man wegschaut, ignoriert, ja sich aus der Verantwortung zieht und die Vision aus den Augen verloren oder gar vergessen hat. 
Soll mir keiner sagen, all' das was gerade passiert, ist ganz neu und war so nie da gewesen! Die Entwicklungen waren bekannt und das schon viel länger, doch man hielt es nicht für nötig darauf zu reagieren. war ja das Problem des Landes weit weg selbst, man hatte ja nichts damit zu tun und auf einmal war Europa nicht verantwortlich, man wollte ja nicht zu sehr in die Ländereigenständigkeit eingreifen. Hätte man aber besser machen sollen, aber solange das Geld floss.... 
Dagegen konnten unwichtige Dinge nicht genug gemassregelt werden. Natürlich, dank der Regeln sitzen zu viele Vertreter in Brüssel und diese müssen sich ja legitimieren, also entstand nicht nur ein riesiger Apparat der Bürokratie, es wurde eine Anordnungs- und Regelwut an den Tag gelegt, die so zu vielen sinnlosen Aktion hervorrief, das sinnvolle Sachen völlig untergingen und untergehen. 
Statt nun aber wenigstens jetzt wirklich gemeinsam die Mitgliedstaaten aufzufangen, gemeinsam die Vision wieder an Land zu holen, sie zu retten, wird gegeneinander ausgespielt. Gehetzt und beleidigt reagiert, das nicht mehr alle mitmachen wollen, bei dem schmutzigen Spiel der Wirtschaft, denn noch immer bestimmt sie, wie die Lösungen aus sehen sollen, statt das sich Brüssel und unsere Landesvertretungen um den Menschen und die Gesamtheit kümmern. 
Das Schreien nach dem Griechenlandaustritt ist eine Bankrotterklärung der Politik und es wird den Menschen als Erfolg verkauft. Statt vernünftig und ruhigen Gemütes gemeinsam am Tisch zu sitzen und zuzugeben, das alle Fehler gemacht haben, wird populistisch gehetzt, was das Zeug hält und der Bürger übernimmt es ungefragt, obschon er eigentlich, wenn er ehrlich ist, einfach unzufrieden mit unseren Vertreten in Brüssel ist. 
Denn unsere Vertreter im eigene Lande, wie Merkel und Co, wie die Herrschaften in Brüssel, schimpfen auf das Verhalten einer Politik, die sie selbst zu verantworten haben. Sie sollten sich selbst etwas schimpfen und so manchem Kommentator auf Facebook und Co würde ich gerne eines über die Rübe pfeffern, damit er mal wieder klar denkt. Die Griechen der Sündenbock, das Böse Ungeheuer?! Wie können sie nur -Nein- sagen?! Natürlich können sie es und sie sind nicht gegen Europa! Nein, meine lieben Leser, gegen Europa und die Idee einer starken Gemeinschaft ist kaum einer, es ist die Praxis aus Brüssel und unsere Politiker, die damit kritisiert werden. Ihre Arroganz und Verantwortungslosigkeit wird angeprangert. Unlängst sagten das deutlich bei der Wahl in Frankreich die Menschen und England. Doch Brüssel mag sich mit der Kritik nicht auseinandersetzten. Nein auch unsere Bundeskanzlerin mag sich damit nicht befassen. 
Wenn diese Menschen doch wenigstens die Ängste und Sorgen ihrer Bürger ernst nehmen täten! So wird eine gemeinsame Flüchtlingspolitik verpasst und Staaten schliessen ihre Grenzen nun selbst, was zu mehr Problemen am Ende führen wird, statt uns einer gemeinsamen und sinnvollen Lösung näher zu bringen zum Beispiel. 
Nein, es geht nicht darum, wer wieviel Geld wem schuldet. Das ist nur für die Banken wichtig, die allein aber im Auge zu haben zu wenig ist. Ja, noch brauchen wir funktionierende Banken, damit das System, das uns die Politik und Wirtschaft aufzwingt uns am Leben hält. Vermeintlicherweise. Tut es natürlich nicht, nur sich selbst, aber das ist eine andere Realität und ein anderer Text.
Geld ist in dieser Europäischen Krisensituation, oder sollte man Situationen sagen, nicht die Frage. Sondern, wird der Mensch darin endlich wieder ernst genommen. Es geht nicht um die wirkliche Gefahr oder wie sicher das Land ist, sondern um das gefühlte Empfinden. Das ist womit Populisten und Rechtsextremisten, wie Linksextremisten arbeiten. So können Halbwahrheiten verbreitet werden, indem man schwarz-weiss Bilder erzeugt, die einander Gegenspielen, statt Bilder zu finden, die Gemeinsamkeiten fördern und fokussieren. Die Ängste und Sorgen müssen aber ernst genommen werden, egal wer gerade Schuld hat, denn zahlen müssen wir alle und es spielt gar keine Rolle wieviel! Es ist eine Illusion der Politik und Geldwirtschaft, dass es das täte. Aber nein, wir werden nicht untergehen, egal wie das Geld fliesst. Aber wir werden untergehen, wenn wir uns weiter aufeinander hetzten lassen und die Gräben damit tiefer zwischen uns werden, wie in der Ukraine. 
Wer also auf die Griechen schimpft sollte sich vor Augen führen, dass sie da stehen, weil Merkel und Co, weil Brüssel Jahre lang genau das taten, was sie nicht hätten tun sollen und sich jetzt aus der Verantwortung stehlen wollen. Wir alle tragen eine Schuld in dem Sinne, das wir selbst nicht früher geschrien haben, es soll endlich was im Sinne der gemeinsamen Vision geschehen, aber wir haben lieber weggeschaut und Urlaub gemacht. 
Statt also uns gegeneinander zu stellen und die irre Regelwut die sinnlos ist weiter zu machen, sollten wir zusehen einander wirtschaftlich und menschlich zu helfen, denn das hat Brüssel, hat unsere Politik in den letzten Jahren unterlassen. 
Europa, was ist das? Was soll es wieder werden? Wollen wir das, oder sind wir schon so in unseren Meinungen verfahren und verändert, dass das Ego uns blind gemacht hat, für die Zukunft zu handeln? 
Bist du besser, wenn du gegen Griechen schreist, wo es doch weder Den Griechen, Den Deutschen, Den Franzosen und Engländer gibt? 
Das NEIN der Griechen sollte endlich als Anlass genommen werden, das Projekt Europa zu reformieren und wieder dahin zu bringen, wofür es gedacht war oder es sollte zumindest ehrlich damit umgegangen werden, das wir es zurzeit ziemlich versabbelt haben und uns alle mächtig anstrengen müssen, es wieder sinnvoll werden zu lassen und ja- Das kostet Geld. Wenn es denn bloss endlich in die richtigen Töpfe gelangen würde, denn der grösste Geldschlucker ist nicht Griechenland, sondern Brüssel und die Herrschaften, die leider nur scheinbar bisher für uns gearbeitet haben. Es ist an der Zeit, das sie ihren Job ernst nehmen und endlich im Sinne der Menschen arbeiten, statt sich mit der Wirtschaft und den Banken herauszureden. 
Die Menschheit kann ohne sie überleben, diese aber nicht ohne die Menschheit! 

Euer TOM LOVE