Am 15. März eines jeden Jahres haben wir den Tag der Rückengesundheit, der eine Intiative des Verbandes der deutschen Rückenschulen (BdR) e.V. in Kooperation mit Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. ist, sowie weiteren Partnern.
Aktuell leiden ca. 85 Prozent der Deutschen mindestens 1x im Leben vorübergehend oder dauerhaft unter Rückenschmerzen.
Waren früher vorwiegend alte Menschen betroffen, ist dies mittlerweile eine Volksanglegenheit und in fast allen Altersgruppen vorzufinden.
Die Ursachen für Rückenleiden sind vielfältig, doch der Fokus verharrt all zu oft auf das körperliche, auf den Schmerzpunkt.
Das hat unter Anderem dazu geführt das Ärzte selbst angeben, das Operationen an der Wirbelssäule um bis zu 40 Prozent zugenommen haben.
Dabei wird oft übersehen, das bildgebende Verfahren (Röntgen , MRT..) nicht alles zeigen und auch nichts darüber aussagen, ob der Patient deswegen Schmerzen hat.
Bei fast allen Menschen lassen sich degenerative Veränderungen finden und viele wissen es nicht einmal und haben auch gar keine Schmerzen deswegen. Jedoch ist es unter Anderem die Mitschuld der Ärzte, durch falsche Schlussfolgerungen, aufgrund der Fixierung auf bildgebende Verfahren, das viel mehr operiert wird. Zudem es schlicht und ergreifend gutes Geld bringt.
Dabei werden gerade psychische Faktoren stark vernachlässigt und die Lebens- wie Arbeitsumstände vom Patienten.
Dennoch, operieren geht heute viel einfacher und vor allem schonender. Komplikationen und lange Heilungsphasen sind dadurch seltener geworden und besser zu behandeln.
Hierdurch gibt es die Gefahr, das Operationen oft zu früh angeboten werden, statt erst einmal die konservativen Therapieformen auszuschöpfen. Oft fragen Ärzte nur oberflächlich nach erhaltenen Therapien und die Kunden sagen mehrheitlich, sie hätten Ergotherpie oder Krankengymnsatik erhalten. Forscht man nach, sind es oft nur Massagen oder einfache Therapie- Techniken gewesen. Jedoch sollte unbedingt eine Physiotherpie genutzt werden und auch der Osteopath anvisiert werden. Beide schauen genauer hin, betrachten den Körper in der Ganzheit und schauen auch nach Lebensumständen und geben Übungen für daheim mit. Für viele Betroffene kommt es daher zu Aha Erlebnissen, als auch zu merklicher Besserung, sowie zu einem besserem Verständnis der Zusammenhänge ihres Lebens und Leidens.
Häufig können dies aber schon Hausärzte bereits tun, indem sie Lebensumstände reflektieren, jedoch ist dies immer seltener der Fall, da Einmal der Zeitdruck herrscht und zum Zweiten der Hausarzt seine Patienten oft nicht mehr richtig kennt.
Operiert wird auch oft, weil der Patient denkt, das ist ein massiver Eingriff, das nimmt massiv Schmerzen weg. Hier fehlt die Aufklärung, dass dem nicht so ist, auch von Ärzten, welche zusehr auf die OPs setzten. Hinzu kommt, der beste Operatör kann bei falscher Indikation kein gutes Ergebnis bringen. Genauer gesagt, die OP macht nur Sinn wenn etwas kaputt ist, nach einem Unfall oder bei einem Tumor oder wenn der Betroffene keine 200 Meter mehr laufen kann oder das Ergebnis der Untersuchung klar die Ursache benennt, was gerde einmal für 1 Prozent der Fälle zutrifft.
Zudem muss man auch bedenken, jede Operation verursacht Nebenwirkungen. Gerade bei Rückenoperationen gilt, die erste Operation ist noch aus freier Entscheidung, alle Anderen folgen Zwangsläufig. So ist es zum Beispiel bei einer Versteifungs- OP anfänglich besser, aber mit der Zeit lockern sich die Wirbeln über und unter dem operierten Bereich und so muss dann bald dort auch operiert werden.
Die Falle hat dann bereits zugeschnappt.
Gerade auch deswegen gilt. Konservative Therpie, Ursachenfindung und -beseitigung.
Leider wollen viele Patienten dies gar nicht hören und wechseln den Arzt, wenn der eine Op ablehnt und die Eigenverantwortung hervorhebt.
Vorbeugen ist natürlich das A und O. Richtig die schweren Sachen tragen, heben und bewegen. Haben wir alle schon einmal gehört und irgendwo gelesen. Sport machen, dabei am besten sich vorher beim Orthopäden erkundigen, was für einen selbst empfehlenswert ist, insbesondere wenn man schon Probleme hat oder hatte.
Insgesamt gilt es die Rückenmuskulatur zu stärken; ergo sich zu bewegen, statt zu schonen. Durch unseren Arbeitsalltag, unsere aktuelle Lebensweise bewegen wir uns zu wenig und vor allem zu einseitig. Die berühmte Gymnastik am Arbeitsplatz sollte eigentlich wieder "Pflicht" werden und es gibt in den meisten Sportstudios oft spezielle Rückenkurse. Jedoch sollte sich jeder vorher kundig machen, ob die Trainer die Qualifikation dazu mitbringen, sonst wird mehr Schaden verursacht, als Nutzen entsteht.
Für Faule gibt es Apps oder DVDs, aber hier sollte am Besten vorher der Fachmann (Orthopäde / Physitherpeut ) gebeten werden diese zu bewerten, ob sie geeignet sind. Die Angebote sollen ja seriöser Natur sein und uns nicht in Probleme hineinmanövrieren.
Nicht zuletzt gilt es die Schmerzen zu behandeln, mit Massagen, manuelle Therpiene zum Lösen von verklebten Muskeln, (welche z.B. oft Nackenverspannung auslösen..)Wärmepackungen und Dehnungsübungen, Wärmpflaster oder Salben. Auch mehrfach am Tag innehalten und 3- 4x bewusst langsam Ein- und Ausatmen hilft. Wer meditieren kann sollte dies nutzen. Meditation kann Verspannungen lösen und Schmerzen stark lindern ( ich spreche da aus eigener Erfahrung).
Flyer zu Übungen im Büro gibt es an verschiedenen Stellen zu erhalten so z.B. auch unter: www.ptaheute.de
Rückenleiden ist heutzutage der häufigste Grund für Krankschreibungen und mit eine der häufigsten Ursachen, warum Menschen in Frührente gehen. In Anbetracht dessen, dass wir theoretisch 80 bis 90 Jahre alt werden können, sollte uns dies zu denken geben und wir uns selber mehr um die Gesundheit unseren Rückens kümmern.
Rückenprobleme können übrigens mit falschem Schuhwerk zum Beispiel anfangen. Wenn das Fussgelenk, der Knöchel falsch belastet wird oder immer wieder überlastet ist, dann kann es zur Lockerung der Sehnen führen, das überträgt sich dann auf das Knie, was als Ausgleich nicht mehr richtig in der Gelenkpfanne sitzt, was wiederum die Hüfte ausgleichen muss und weil die Hüfte sich anders verhält und liegt, muss sich die Wirbelssäule Auswege suchen und so verspannen sich die Muskeln und statt zu stüzten, klemmen sie Nerven ein oder machen Wirbel weniger beweglich, dies schliesslich sorgt dann für unseren Schmerz. Wohlbemerkt, die Muskulatur "handelt" so, das sie sich selbst schützt.
Oft bemerken wir den ersten Schmerz gar nicht, oder ignorieren ihn, vergessen diesen und sind dadurch überrascht, wenn plötzlich ein Knoten vorhanden ist, der mächtig Schmerzen verursacht.
Dies ist nur ein Beispiel zur Verdeutlichung, wie selbst kleine Dinge auf Dauer zu deutlichen Problemen führen können.
Regelmässige Kontrolle der eigenen Körperhaltung hilft vorbeugen, Massagen und eben Sport ist eine Möglichkeit, aber Achtung zuviel, kann auch schaden. Es gilt wie immer das Mass aller Dinge zu halten.
Euer Tom Love
