Und schon ist es ein Jahr her, das er, der Mann, der aus dem Nichts kam uns entgültig verlassen hat. Obwohl entgültig eigentlich nur in seiner körperlichen Form.
Was machte ihn so aussergewöhnlich, das uns sein Gehen immer noch so sehr bewegt?
Er war die Hoffnung, das es mehr gibt im Leben, als die vorgegebenen Schablonen. Das es Abenteuer zu erleben gibt, die wir uns nur suchen müssen, wenn wir wollen und dann einfach erleben können.
Er war das Versprechen, das ein Jeder aus den Vorstellungen Anderer ausbrechen kann- jederzeit, denn er brach selbst mehrfach aus.
Seine Fähigkeit sich neu zu erfinden und dabei immer er selbst zu sein und dies zu vermitteln war und ist bedeutend für viele von uns. Seine absolute Hingabe an alles was er tat und vor allem auch mit aller Konsequenz die Bilder in unseren Köpfen über ihn wieder einzureissen, wenn er es für nötig hielt.
Auch wies er uns seit Jahren den Weg, wie es ist, den Menschen einfach als solchen zu nehmen. Er verurteilte niemanden, nur weil er sein Leben lang immer das Gleiche tun möchte, oder an selber Stelle leben will. Ihn interessierte nicht, wessen Geschlecht man angehörte, welcher Hautfarbe man war oder gar welche sexuelle Ausprägung man hatte. Mensch war Mensch. Er mochte mit dem Äusseren spielen, aber setzte auf innere Werte. Glaubhaft und immer wieder und wohl auch nötig, will man Genzen überschreiten, Ketten sprengen.
Sicher ist dies alles ein Grund dafür, das er so Grenzübergreifend seine Wirkung entfaltete und dies immer noch tut; ab davon das seine Musik einem einen neuen Kosmos erkennen und dabei auch die Musik anderer Künstler entdecken lässt.
Übrigens auch etwas was an ihm so angenehm war. Er hat sich nicht nur immer an den Hot Spots seiner Zeit aufgehalten und sie für sich entdeckt, sondern auch immer eine Offenheit gegenüber anderen Künstlern gezeigt.
Davon kann man sich auch heute noch eine Scheibe abschneiden.
Nicht zuletzt hat er wunderbare Songtexte hervorgebracht und war schon vor Jahren einer der Vorreiter der Rebellion of Love.
Etwas dessen wir uns heute unbedingt erinnern sollten und Glücklicherweise haben viele Künstler dies bereits erkannt, auch prominente- interessanterweise vor allem die weiblichen Stars, neben all den vielen Menschen die unter uns leben.
Und so ist es erst sein erster Todestag an dem wir ihm gedenken, und doch schon sein erster- denn es ist, als wenn er gestern erst noch sein letztes Album heraus brachte, sein Interview gab, uns bewegte, obschon es zuletzt ruhiger um ihn geworden war; so war es doch nie ohne Achtung und Respekt seinem Werk, ja Lebenswerk gegenüber.
Dies fortleben zu lassen, nicht nur indem wir seine Musik spielen, sondern das Leben leben, Menschen annehmen wie sie sind, die Liebe hervorheben und wahrhaft leben und den Feministen, der sich nie als solchen bezeichnete, in uns selbst finden, um eine echte Gleichberechtigung aller zu ereichen, zu leben; das ist die wahre Ehre, die wir ihm zuteilen lassen können.
Euer TomLove

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen