Samstag, 11. April 2015

Der Duft von Kirschen- eine kleine Wanderung

Zeit bei frühlingshaftem Wetter, sich vor die Tür zu wagen und auch gleich bei Sonnenschein, sich ein wenig Zeit mitzunehmen. 

Eine kleine Wandertour vom Stadtzentrum von Berlin bis an den Stadtrand. Angefangen in der Nähe des Alexanderplatzes, von wo wir uns erst einmal in die S-Bahn, oder U-Bahn oder Strassenbahn begeben.

Ausswahl ist also genug und unser Ziel ist das Rosenthal in Pankow, gleich an der Grenze zum Märkischen Viertel. Wir landen also an den Stadtrand und an die Grenze von einst Mal Ost und West.
Dort angekommen kann man nämlich direkt neben der "Dauerhaften Kleingartenkolonie"einen schmalen Wildstreifen finden, der unser Anfang ist. Entlang diesen Streifens gehen übrigens Gleise für Betriebszüge entlang. 
Durch einen kleinen Streifen Birkenwald, entlang den Sanddornbüchen gelangen wir direkt an den Stadtrand und erreichen nach etwa 20 min Fussweg die beste Feldaussicht. 
Den Feldweg sollte man entlanggehen, und das ist dann auch das Rosenthal. Rosen sind eher weniger zu finden, aber die ersten Kirschbäume, hügelige Landschaft, sowie frühlingshaftes Grün und viele Vögel, die fleissig am Singen und Nestbau sind.


Auf dem Weg weiter kreuzen wir eine Landstrasse und gelangen auf einen Privatweg, der einmal auf der rechten Seite die Felder hat und die Osbtplantagen, zu denen wir zuerst wandern, da sie gerade in voller Blüte stehen. Hier blühen verschieden Kirschsorten, und später im Jahr die Äpfelbäume. geerntet darf dann im Herbst von allen und dies kostenlos. 
Die Plantage wird heute recht wild belassen, was heisst, die Bäume werden kaum oder gar nicht mehr beschnitten. 




Nachdem wir uns vom Duft der Kirschen fast benebelt haben lassen und den Bienen bei ihrem eifrigem Werk zugeschaut haben, geht es zurück Richtung Privatweg und auf diesem dann weiter hinunter zum Aussichtspunkt des Köppchensees, einem alten Torfstich, der heute Naturschutzgebiet ist und Brutstätte für u.A. Blesshühner, Haubentaucher und diversen Entensorten.
Dann geht es weiter auf dem Weg um einen Blick auf die Niedermoorwiesen am Tegeler Fliess zu werfen. Hier ist das Wasser nicht nur flach, sondern auch geeignet, seine heissen Füsse hinein zu tauchen. 
Anschliessend geht es wieder ein Stück zurück, um dann auf die andere Seite zum Feld zu gehen und zur Osterquelle zu gelangen. 
Noch hängen bunte Eier drum herum und die Quelle ist durch die Bodengegebenheiten entstanden und wurde einst von den Jungfrauen genutzt. Heute ist das Wasser nicht mehr trinkbar, da es zu viele Mineralien enthält. 
Nun heisst es von der Quelle abschied nehmen und einfach den Feldweg entlang gehen, am Besten bis fast zur nächsten Bundesstrasse und kurz vorher auf den Pferdeweg dann einschlagen und bis zum Ende der Gestüte spazieren und sich an den vielen Pferden erfreuen, die dort grasen, galoppieren oder im Trapp mit erhobenem Haupt an einem vorbeikommen.
wo beginnt der Baum, wo endet er?
Trollblumen überall 

 
Schliesslich landen wir wieder und Berlin und hier kann dann gewählt werden zwischen Eis, Kaffee, Wurst, Restaurant oder gleich in den 222 Buss und zur nächsten S-Bahnstation, um dann wieder in die Stadt hinein zu fahren. 
Alles ist natürlich variierbar und ausbaufähig, je nach Zeitkontingent und Laune. 
Die eben erwähnte Version dauert ca. 4- 5 Stunden und ist sicherlich damit eher als kurze Wanderung anzusehen. Aber wer wird sich da gleich beschweren.
Also, probiert es aus und entdeckt eine weitere Seite von Berlin!

Tom Love

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