Geschrieben von Peter Littger, ist dieses Buch gerade in den Bücherregalen als Taschenbuch zu finden und da ich Lust auf ein nicht all zu dickes Buch hatte und auf leichte Lektüre, griff ich danach und siehe da, es lohnt sich tatsächlich. Kein Roman oder Krimi, sondern ein Buch über das Deutsch und Englisch. Also über Englisch im Deutschen, auch Dinglish genannt mittlerweile. Gemeint ist aber auch, die Fehler die Deutsche Bürger im Englisch haben, mal mehr oder weniger bewusst. Denn den Mix aus Deutsch und Englisch als Spasserlebnis gibt es schon seit den 70zigern und damit ist er alles andere als ein neues Phänomen.
Das Buch beschreibt also anhand von Situationen, eingeteilt in passende Kapitel, witzige und knifflige Begegnungen damit und vor allem mit uns und unserem Umgang. Lehrreich ist es ausserdem, da es typische Fehler in der Übersetzung aufnimmt, als auch aufzeigt, wie zahlreich manch ein Wort sich einsetzten lässt. Nicht zuletzt Präpositionen sind in unserem Kopf oftmals ein Chaos, sondern auch noch vielfältig in ihrer Bedeutung, aber ohne sie sind Sätze oft nichts. Herr Littger versucht Regeln hinter dem Sprachgebrauch darzustellen, aber zuweilen sind schlicht keine zu erkennen. Warum auch soll es nur im Deutschen so viele Ausnahmen von der Regel geben, die wir selbst einem Ausländer nicht erklären können. Manch eine Regel die dargeboten wird wiederum ist sehr hilfreich, wie wenn es um das Wort -on- geht. Also- auf- und wann man es benutzt. So ist bei allem wo man davor steht, mit fährt oder fliegt immer -on- zu nehmen und niemals in, auch wenn es für uns klingt, als wenn wir zum Beispiel auf dem Dach des Flugzeuges mitfliegen, statt im. Auch befinden wir uns niemals vorne im Flugzeug, also -in front of the train, sondern -at the front of the train, es sei denn wir stehen vor dem Zug, was ungünstig ist, wenn wir mit dem Zug fahren.
Wunderbarerweise greift Littger auch Themen auf, an die wir bei unseren Reisen nicht denken, wie Krankheitsfälle und wie wir einen Toast aussprechen. Oft sagt unsereins dann -on the country, queen etc, statt -to the country and queen, denn ehrlich gesagt, möchte auch ich mich nicht auf die Queen stürzen oder gar setzten.
Weitere Beispiele beleuchten auch den Unterschied zwischen amerikanischem und britischem Englisch.
Das kann zuweilen recht verwirrend sein und Littger hilft uns mit seinen Anekdoten aus der Patsche.
So kann man hier sagen- Lesen bildet!- auch wenn uns Einiges wohl bekannt sein dürfte. Dennoch lohnt sich solch eine Lektüre immer wieder, da wir einfach schnell die richtigen Anwendungen vergessen. Trotz seiner nur 300 Seiten enthält dieses Buch eine Fülle von Material, die erstaunt und doch immer wieder kompakt zusammengestellt ist, so dass man schnell nachschlagen kann und dieses Buch am Besten immer bei sich haben sollte, wenn man im Urlaub auf englisch sprechendes Volk stösst.
Gerade jetzt zur Urlaubszeit ist es durchaus die Investition wert und somit meine Empfehlung des Tages.
Euer Tom Love
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