Europa, die Staatenvielfalt, eine Idee der gemeinsamen Stärke und Kultur, der gemeinsamen Geschichte und Unterstützung, wie Förderung. Wo ist sie geblieben? Was ist aus ihr geworden? Diese Idee, diese Vision, sie ist irgendwo und doch nicht mehr greifbar, oder irre ich mich?
Eine sehr alte Idee, die bereits hunderte Jahre vorher schon entstand und im 19zehnten Jahrhundert endlich Gestalt annahm und angepackt wurde. Seit dem hat sich viel getan, Gutes, wie weniger Wünschenswertes.
Gemeinschaft sollte das Schlagwort sein und natürlich eine wirtschaftliche Stärke und vor allem als Gegenpool zu den USA.
Der Euro sollte die Wirtschaftszone besiegeln und festigen, doch es kam ganz anders.
Heute streitet man sich ob rein oder raus, wie in Griechenland und vergisst doch, den Anfang und was danach kam.
Die Wirtschaft hat sich die Idee zunutze gemacht und nur zu ihrem eigenem Vorteil und dabei alles andere ausser Acht gelassen. Die Politiker, statt den Menschen und der Vision treu zu bleiben, haben sich an die Lobbyisten verkauft und ignoriert, was sie hätten nicht ignorieren sollen.
Griechenland und die Ukraine sind Paradebeispiele, was passiert, wenn man wegschaut, ignoriert, ja sich aus der Verantwortung zieht und die Vision aus den Augen verloren oder gar vergessen hat.
Soll mir keiner sagen, all' das was gerade passiert, ist ganz neu und war so nie da gewesen! Die Entwicklungen waren bekannt und das schon viel länger, doch man hielt es nicht für nötig darauf zu reagieren. war ja das Problem des Landes weit weg selbst, man hatte ja nichts damit zu tun und auf einmal war Europa nicht verantwortlich, man wollte ja nicht zu sehr in die Ländereigenständigkeit eingreifen. Hätte man aber besser machen sollen, aber solange das Geld floss....
Dagegen konnten unwichtige Dinge nicht genug gemassregelt werden. Natürlich, dank der Regeln sitzen zu viele Vertreter in Brüssel und diese müssen sich ja legitimieren, also entstand nicht nur ein riesiger Apparat der Bürokratie, es wurde eine Anordnungs- und Regelwut an den Tag gelegt, die so zu vielen sinnlosen Aktion hervorrief, das sinnvolle Sachen völlig untergingen und untergehen.
Statt nun aber wenigstens jetzt wirklich gemeinsam die Mitgliedstaaten aufzufangen, gemeinsam die Vision wieder an Land zu holen, sie zu retten, wird gegeneinander ausgespielt. Gehetzt und beleidigt reagiert, das nicht mehr alle mitmachen wollen, bei dem schmutzigen Spiel der Wirtschaft, denn noch immer bestimmt sie, wie die Lösungen aus sehen sollen, statt das sich Brüssel und unsere Landesvertretungen um den Menschen und die Gesamtheit kümmern.
Das Schreien nach dem Griechenlandaustritt ist eine Bankrotterklärung der Politik und es wird den Menschen als Erfolg verkauft. Statt vernünftig und ruhigen Gemütes gemeinsam am Tisch zu sitzen und zuzugeben, das alle Fehler gemacht haben, wird populistisch gehetzt, was das Zeug hält und der Bürger übernimmt es ungefragt, obschon er eigentlich, wenn er ehrlich ist, einfach unzufrieden mit unseren Vertreten in Brüssel ist.
Denn unsere Vertreter im eigene Lande, wie Merkel und Co, wie die Herrschaften in Brüssel, schimpfen auf das Verhalten einer Politik, die sie selbst zu verantworten haben. Sie sollten sich selbst etwas schimpfen und so manchem Kommentator auf Facebook und Co würde ich gerne eines über die Rübe pfeffern, damit er mal wieder klar denkt. Die Griechen der Sündenbock, das Böse Ungeheuer?! Wie können sie nur -Nein- sagen?! Natürlich können sie es und sie sind nicht gegen Europa! Nein, meine lieben Leser, gegen Europa und die Idee einer starken Gemeinschaft ist kaum einer, es ist die Praxis aus Brüssel und unsere Politiker, die damit kritisiert werden. Ihre Arroganz und Verantwortungslosigkeit wird angeprangert. Unlängst sagten das deutlich bei der Wahl in Frankreich die Menschen und England. Doch Brüssel mag sich mit der Kritik nicht auseinandersetzten. Nein auch unsere Bundeskanzlerin mag sich damit nicht befassen.
Wenn diese Menschen doch wenigstens die Ängste und Sorgen ihrer Bürger ernst nehmen täten! So wird eine gemeinsame Flüchtlingspolitik verpasst und Staaten schliessen ihre Grenzen nun selbst, was zu mehr Problemen am Ende führen wird, statt uns einer gemeinsamen und sinnvollen Lösung näher zu bringen zum Beispiel.
Nein, es geht nicht darum, wer wieviel Geld wem schuldet. Das ist nur für die Banken wichtig, die allein aber im Auge zu haben zu wenig ist. Ja, noch brauchen wir funktionierende Banken, damit das System, das uns die Politik und Wirtschaft aufzwingt uns am Leben hält. Vermeintlicherweise. Tut es natürlich nicht, nur sich selbst, aber das ist eine andere Realität und ein anderer Text.
Geld ist in dieser Europäischen Krisensituation, oder sollte man Situationen sagen, nicht die Frage. Sondern, wird der Mensch darin endlich wieder ernst genommen. Es geht nicht um die wirkliche Gefahr oder wie sicher das Land ist, sondern um das gefühlte Empfinden. Das ist womit Populisten und Rechtsextremisten, wie Linksextremisten arbeiten. So können Halbwahrheiten verbreitet werden, indem man schwarz-weiss Bilder erzeugt, die einander Gegenspielen, statt Bilder zu finden, die Gemeinsamkeiten fördern und fokussieren. Die Ängste und Sorgen müssen aber ernst genommen werden, egal wer gerade Schuld hat, denn zahlen müssen wir alle und es spielt gar keine Rolle wieviel! Es ist eine Illusion der Politik und Geldwirtschaft, dass es das täte. Aber nein, wir werden nicht untergehen, egal wie das Geld fliesst. Aber wir werden untergehen, wenn wir uns weiter aufeinander hetzten lassen und die Gräben damit tiefer zwischen uns werden, wie in der Ukraine.
Wer also auf die Griechen schimpft sollte sich vor Augen führen, dass sie da stehen, weil Merkel und Co, weil Brüssel Jahre lang genau das taten, was sie nicht hätten tun sollen und sich jetzt aus der Verantwortung stehlen wollen. Wir alle tragen eine Schuld in dem Sinne, das wir selbst nicht früher geschrien haben, es soll endlich was im Sinne der gemeinsamen Vision geschehen, aber wir haben lieber weggeschaut und Urlaub gemacht.
Statt also uns gegeneinander zu stellen und die irre Regelwut die sinnlos ist weiter zu machen, sollten wir zusehen einander wirtschaftlich und menschlich zu helfen, denn das hat Brüssel, hat unsere Politik in den letzten Jahren unterlassen.
Europa, was ist das? Was soll es wieder werden? Wollen wir das, oder sind wir schon so in unseren Meinungen verfahren und verändert, dass das Ego uns blind gemacht hat, für die Zukunft zu handeln?
Bist du besser, wenn du gegen Griechen schreist, wo es doch weder Den Griechen, Den Deutschen, Den Franzosen und Engländer gibt?
Das NEIN der Griechen sollte endlich als Anlass genommen werden, das Projekt Europa zu reformieren und wieder dahin zu bringen, wofür es gedacht war oder es sollte zumindest ehrlich damit umgegangen werden, das wir es zurzeit ziemlich versabbelt haben und uns alle mächtig anstrengen müssen, es wieder sinnvoll werden zu lassen und ja- Das kostet Geld. Wenn es denn bloss endlich in die richtigen Töpfe gelangen würde, denn der grösste Geldschlucker ist nicht Griechenland, sondern Brüssel und die Herrschaften, die leider nur scheinbar bisher für uns gearbeitet haben. Es ist an der Zeit, das sie ihren Job ernst nehmen und endlich im Sinne der Menschen arbeiten, statt sich mit der Wirtschaft und den Banken herauszureden.
Die Menschheit kann ohne sie überleben, diese aber nicht ohne die Menschheit!
Euer TOM LOVE
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