Es ist bereits das fünfte Buch dieser Reihe, geschrieben von Ben Aaronovitch und Fans werden bereits jetzt ungeduldig das sechste Buch erwarten, da auch diesmal wieder ein Cliffhanger am Ende des Buches die Leser verführt, auf die Pfade der Spekulationen zu wandern.
Um Wandern im weitesten Sinne geht es auch dieses Mal, wenn Constable Peter Grant sich von London aus auf das Land machen muss, um einer anderen Polizeieinheit behilflich zu sein und zu schauen, ob "abstruser Scheiss" mit im Spiel ist.
Mit dabei ist wieder eine der Flusstöchter und neue Freunde und der Krimi kann los gehen.
Eine ungewöhnliche Krimireihe, denn ist es Krimi, ist es Fantasy oder doch ein Roman mit Anteilen von alle dem? Der Leser darf gerne wählen und nach dem Buch in allen Abteilungen fragen, denn die deutschen Buchhandlungen tun sich schwer mit Mix- Genres.
Wie auch bei den anderen vier Büchern, schreibt Aaronovitch flüssig, zugleich spannend, und mit Humor, aber auch fantasiereich und mit immer neuen Entwicklungen, so dass die Geschichten kaum voraussehbar sind, bis gar nicht. Die deutsche Übersetzung kann man wieder als sehr gelungen bezeichnen und auch sensibel bei der Wortwahl, da sie sich immer als passend herausstellt.
Mit gut 400 Seiten ist das Buch etwas mehr als der Durchschnittskrimi, aber ganz der aktuellen Mode angepasst in Breite und Länge. Hier zeigt sich auch, das Aaronovitch Schreiberfahrung hat und weiss, wie er seine Geschichten vorantreiben muss. Auch hat er wieder Anspielungen auf Harry Potter, Doctor Who und Co im Gepäck. Was nicht so verwundert, da er unter anderem für Dr. Who geschrieben hat. Und so ist es schon so, das die Figur des Peter Grant einen an einen erwachsenen Harry Potter erinnert und doch eigenständig bleibt. Der junge Constable lernt auch in diesem Buch weiter, denn er ist als Zauberlehrling noch in Ausbildung in Sachen Polizei und sonderbaren Dingen.
Aaronovitch versteht es auch diesmal wunderbar Konsequenzen des Handelns nebenbei zu schildern, wie auch typische Verhaltensweisen von Menschen und Organisationen, sowie die Gegend vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen.
So ist es zugleich eine Fantasygeschichte mit Lebenswirklichkeit gepaart. Dies so gut, das man gerne glauben mag und möchte, alles dies sei auch in Wirklichkeit vorhanden und wir wissen es nur nicht.
Abstruser Scheiss, ja den gibt es, möchte man nach der Lektüre sagen und ein "Wow" dazu.
Fingerhut- Sommer macht Lust auf weitere Bücher und liest sich angenehm und passt auch bestens zum Abschluss eines Sommers wie dem unserem und dem Beginn des Herbstes.
Euer TomLove
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