Nein, noch ist nicht Weihnachten, aber es wird schon auf Facebook und den Geschäften, Warenhäusern und Märkten mächtig darauf hingearbeitet, das es ja eine schöne, heimelige, kuschelige und Geschenke reiche Weihnacht wird und wir am Ende pleite.
Also schadet es nicht, sich zur Entspannung im Kaffee, während der Rest der Bande sich noch weiter dem Stress des -Was kaufe ich bloss?- hingibt, ein gutes Buch zur Hand zu nehmen; zu genau diesem Thema.
Witzig soll es sein, kurzweilig und aus dem Leben gegriffen; natürlich mit allem drum und dran, was zu Weihnachten gehört. Also Familienzusammenführung unterm Weihnachtsbaum und das auch noch im wunderbarem Berlin.
Nur dieses Jahr hat es irgendwie in sich. So richtig kann sich keiner auf die heile Welt einlassen und dass, obwohl sie es alle bestens können sollten.
Der Teufel steckt wie immer im Detail und jeder darf seine Sicht der Dinge zum Besten geben, von der Mutter bis zum Lover, vom Vater bis zur heimlichen Freundin, ist bei Jo Malinkes "Alle unter einer Tanne" einfach jeder und alles dabei und man selbst als Leser mitten drinnen.
Das schöne an diesem Buch ist wahrlich, man kann es am Stück lesen oder eben Kapitel für Kapitel.
Ich jedenfalls habe es Stück für Stück auf meinen Wegen in der Bahn gelesen und herzlich, ach herzhaft gelacht und mich köstlich amüsiert, bis zum Ende des Buches hin. Der Spannungsbogen wird wahrlich aufrecht gehalten, gerade weil die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Am Ende gilt selbst für den Leser, im Glashaus sitzen wir alle und Weihnachten sollte man doch besser locker nehmen. Aber vorsicht, wer Weihnachten langweilig findet, bekommt hier die Warnung, das manche Wünsche anders in Erfüllung gehen, als gedacht.
Euer TomLove

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