Freitag, 11. November 2016

Für eine Handvoll Mäuse!

Eine kleine Herbstlektüre gefällig?
Gar aus der Reihe, Krimis die besser werden mit der Zeit?
Rita Mae Brown und ihre Krimireihe mit der Katze Sneaky Pie Brown war anfänglich einfache, lustige und lockere Unterhaltung und es schien nach dem zehnten Band, das es keine weitere Fortsetzung geben würde. Ehrlich gesagt hatte man als Leser eigentlich auch genug.
Doch dann begann sie wieder zu schreiben und fing an in ihren neuen Fortsetzungen sich immer einem neuem Thema zu widmen und dies angenehm unaufällig. 

Gerade bei den ersten Bänden.
So hat sie Themen der Religion, der Wirtschaftskrise auf dem Land, Generationskonflikte und die Trugbilder der frühen Jahre in ihre Geschichten verarbeitet.
Mit anderen Worten, sie schreibt über den Alltag in Kleinstädten und ihre Verbindung zur grossen Welt.
So kommt so etwas wie Geschichte und kritische Selbstreflexion der heutigen Zeit in ihre Jagd nach dem Mörder.
Denn um einen Mord geht es auch diesmal, vor dem Hintergrund von einem der wichtigsten Feiertage in den USA. Wieder kann die Hauptfigur Harry sich nicht zurück halten und sucht nach den Beweggründen und dem Täter der Tat. Sie hilft damit nicht ganz unerwünscht der Polizei, aber bringt sich wie so oft selbst in die Gefahrzone. Mitten drinn ihre Katzen unter Anderem Mrs Murphy und der treuherzige Corgi, die auf ihre Weise versuchen zu helfen und Kommentare zu den Menschen um sich abgeben. Und so ganz nebenbei erfährt der Leser etwas über sehr ursprüngliche Dinge bezogen auf Landbesitz und wie damit heute politisch umgegangen wird.
Wie immer leicht im Ton geschrieben, dabei lebhaft und bildlich schön verpackt, bleibt dennoch die Lösung des Rätsels auch diesmal bis zum Ende offen.
Wer also wieder einmal einfach schmökern möchte, sich leicht amüsiert unterhalten lassen will und dabei etwas lernen mag, ist bei diesem Buch richtig.

Euer TomLove

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